Überschwemmungen möglich

Sommerhitze in NRW – Gewitter bringen Starkregen

In NRW wird es heiß mit Temperaturen über 30 Grad. Doch die Hitze bringt auch Gewitterrisiken mit sich. Besonders am Wochenende drohen Unwetter.

Hamm – In Nordrhein-Westfalen wird es in den nächsten Tagen richtig heiß und richtig sommerlich. Doch dieser Wetteraufschwung ist mit Vorsicht zu genießen. Nicht nur im Sauerland könnte er für Gewitter sorgen, sondern im gesamten Bundesland. Vereinzelt dürfte schon am Donnerstag die 30-Grad-Marke geknackt werden. Schuld ist ein Hochdruckgebiet mit schwüler Luft, das von Westeuropa her zu uns vordringt. Es wird nicht nur schönen Sonnenschein bringen.

Wetterexperte warnt vor Unwetter nach der Hitze in NRW

In der zweiten Wochenhälfte setzt sich die Sonne über Nordrhein-Westfalen richtig durch und bringt hochsommerliche Temperaturen mit sich. Am Mittwoch, 11. Juni, werden zunächst noch Temperaturen zwischen 19 und 24 Grad erwartet, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. Der Himmel bleibt dabei einigermaßen wolkenfrei, im Norden kommt es noch vereinzelt zu Wolkenfeldern. In der Nacht zu Donnerstag klart es weiter auf, die Temperaturen sinken auf 12 bis 7 Grad. Im Tagesverlauf soll dann in einigen Teilen des Landes die Grenze von 30 Grad geknackt werden. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 25 und 30 Grad, bei einigen wenigen Schleierwolken wird erneut viel Sonne erwartet. Doch dann könnte der Donner- und Blitz-Hammer kommen.

Wetterfachmann Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter warnt: „Die Gewitterenergie hat am Freitag westlich von uns schon einen ziemlich hohen Wert. In den Abendstunden könnten dadurch „größere Unwetter-Cluster“ den äußeren Westen erreichen. Die Gewitterneigung sei dann zwar noch äußerst gering, doch zum Wochenende hin droht der krasse Wechsel.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Am Freitag soll es mit 28 bis 33 Grad noch etwas wärmer werden, dabei ist auch mit Schwüle zu rechnen. Vereinzelt könne es zu kleineren Schauern oder Hitzegewittern kommen, sagen die Meteorologen. Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter scheint aber eher der Blick auf den Samstag Sorgen zu bereiten.

„Explosive Luftmasse“: Wetterexperte warnt Starkregen und Überschwemmungen

Dann nämlich werde die „Luftmasse zunehmend explosiv“. Es dürfte immer schwüler werden. „Richtig drückend schwül“, sagt Ruhnau, dem ein Blick auf seine Wetterkarten noch etwas anderes verraten hat: „Heftiger Starkregen mit örtlichen Überschwemmungen in den Gewittern kann da durchaus ein Thema werden.“ Der Sommer mit Sonnenschein bleibt den Menschen in NRW vorerst also offenbar erst nur kurz vergönnt. (maho/dpa)

Rubriklistenbild: © SaschaxFromm/Funke Foto Services/IMAGO

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