Kreis Soest

Junger Mann stirbt durch selbstgebauten Böller – seine Familie findet ihn tot auf Feld

Tragisches Unglück im Kreis Soest: Ein 24-Jähriger ist am Silvesterabend in Geseke durch einen selbstgebauten Böller tödlich verletzt worden.

Geseke - Ein tragischer Unfall ereignete sich am Silvesterabend in NRW. Ein 24-Jähriger verlor in Geseke im Kreis Soest sein Leben. Ersten Untersuchungen zufolge geschah das Unglück, als der junge Mann mit einem Feuerwerkskörper hantierte. Die ersten Erkenntnisse der Polizei lassen darauf schließen, dass es sich um einen selbstgebauten – und damit auch illegalen – Böller gehandelt haben muss.

Der tragische Unfall ereignete sich kurz vor dem Jahreswechsel gegen 22.40 Uhr auf einem Feld, rund 600 Meter vom westlichen Standrands Gesekes entfernt. Im ersten Notruf war von einer leblosen Person am Boden die Rede.

Die Feuerwehr leuchtete den Unglücksort mit Drohnen aus.

Sofort eilten die Rettungskräfte herbei, doch schon auf den ersten Blick mussten sie erkennen, dass sie dem 24-jährigen aus Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) nicht mehr helfen konnten. „Das mutmaßliche Selbstlaborat explodierte und verursachte schwere Verletzungen. Der 24-Jährige war sofort tot“, schilderte die Kreispolizeibehörde Soest nach den ersten Ermittlungen.

Silvester-Unglück in NRW: 24-Jähriger beim Zünden von Feuerwerk tödlich verletzt

Der 24-Jährige war von seinem Bruder, seiner Schwägerin und mehreren Kindern gefunden worden. Er habe mit Familienangehörigen eine private Silvesterfeier verlassen und den Sprengkörper 200 Meter von seiner Familie entfernt auf einem Feld abgelegt, schildert die Polizei.

Der Einsatz dauerte bis spät in die Nacht.

Weil der junge Mann den mutmaßlich illegalen Böller in größerer Entfernung zu seinen Begleitern gezündet haben muss, blieben die anderen Personen unverletzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Unglücksstelle wurde von der Feuerwehr mit Drohnen aus der Luft ausgeleuchtet. Der 24-Jährige soll den Böller selbst mitgebracht haben, erklärte eine Polizeisprecherin in der Nacht gegenüber wa.de. Sie bestätigte: „Die Wucht der Explosion lässt darauf schließen, dass es sich nicht um einen zugelassenen Feuerwerkskörper gehandelt haben dürfte.“

Der 24-Jährige war im Rahmen einer Silvesterfeier der Familie zu Besuch in Geseke gewesen. Die Angehörigen des Mannes standen unter Schock und wurden seelsorgerisch betreut.

In Dortmund kam es in der Silvesternacht zu „unkontrollierten Böllerwürfen“, bei denen ein Polizeibeamter und eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes leicht verletzt wurden. Die Polizei nahm im Zuge des Jahreswechsels neun Personen in Gewahrsam.

Rubriklistenbild: © Daniel Schröder

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