Im 13. Jahrhundert errichtet
Schloss ist ein Kulturerbe – doch seine Pforten könnten bald geschlossen sein
Ein bildschönes Schloss in NRW zieht Familien für Tagesausflüge an. Es könnte jedoch bald vorübergehend für Besucher geschlossen sein.
Gelsenkirchen – Mit dem Frühling kommt die Ausflugszeit – und was bietet sich da besser an als ein Besuch in einem der zahlreichen Schlösser, Burgen und Baudenkmäler. So bietet eine fast 900 Jahre alte Burg in Blankenheim einen beeindruckenden Blick auf den historischen Stadtkern, während in Brühl ein malerisches Schloss mit dem schönsten Rokoko-Treppenhaus der Welt auf einen Besuch wartet. Auch in Gelsenkirchen gibt es das eine oder andere schöne Fleckchen, zum Beispiel das Schloss Berge.
Malerisches Schloss ist ein echtes Baudenkmal – doch jetzt wird es geschlossen
Schloss Berge im Gelsenkirchener Stadtteil Buer wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut. Zusammen mit dem französischen Schlossgarten und dem nahe gelegenen Berger See hat sich das malerische Schloss zu einem Naherholungsgebiet entwickelt. Nicht umsonst wurde die gesamte Schlossanlage im Juli 1988 unter Denkmalschutz gestellt. Zahlreiche „botanische Kostbarkeiten“ warten hier darauf, entdeckt zu werden, so die Stadt Gelsenkirchen.
Durch die große Spielwiese, den Kinderspielplatz und den Bootsverleih ist das Gebiet um den Berger See heute auch ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. Das renovierte Schloss wird als Hotel, Restaurant und Tagungsstätte genutzt. Dennoch bröckelt es hier und da in den alten Gemäuern – es besteht Sanierungsbedarf.
Sanierungsbedarf und neues Betreiberkonzept
Gleich zwei Baustellen gibt es zu bewältigen. Zum einen läuft der Pachtvertrag Schloss Berge mit der aktuellen Betreiberin bis Ende Februar 2026 aus, wie der Pressesprecher der Stadt, Martin Schulmann, auf wa.de-Nachfrage erklärte. Noch in diesem Jahr startet die Stadt Gelsenkirchen ein Interessenbekundungsverfahren für einen neuen Pächter von Schloss Berge – auch der aktuelle Betreiber darf sich bewerben. „Welche Voraussetzungen der neue Pächter erfüllen muss, wird im Rahmen des noch durchzuführenden Ausschreibungsverfahrens geklärt“, so Schulmann.
Parallel zu der zur Erstellung der Ausschreibung für ein neues Betreiberkonzept werden die aktuell bestehende Sanierungsbedarfe ermittelt. „Ziel wird es sein, die Zeit nach Ablauf des aktuellen Pachtvertrages zu nutzen, um anstehende Sanierungen durchzuführen. Wie lang das dauern wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden“, so der Pressesprecher.
Schloss während Sanierung wohl geschlossen
Eine Sanierung des Schlosses bei gleichzeitigem Gastronomiebetrieb wird im Gebäude außerdem „nicht möglich sein“. Die Stadt geht davon aus, „dass das Schloss während der Sanierungsarbeiten geschlossen sein wird“.
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Inwieweit ein neuer Betreiber die Außengastronomie, einen Biergarten, betreiben kann, während die Sanierung im Schloss noch läuft, wird derzeit geprüft. Besucher haben also wohl noch bis mindestens Februar 2026 Gelegenheit, das Schloss zu besichtigen, bevor es in die Sanierung geht.
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