Billig-Airline gibt Verkehrsupdate
Ryanair nennt NRW-Flughafen „größten Verlierer“ – Billig-Airline rechnet ab
Ryanair hat in seinem neusten Verkehrsupdate mit deutschen Flughäfen abgerechnet. Ein Airport in NRW wird als „größter Verlierer“ bezeichnet.
Köln - Schon länger kritisiert Ryanair die hohen Standortkosten an deutschen Flughäfen. Im Herbst vergangenen Jahres kürzte die Billig-Airline dann ihr Angebot an mehreren Airports. Drei Städte fielen komplett weg, darunter Dortmund. Ryanair-CEO Eddie Wilson begründete den Schritt mit hohen Standortkosten und staatlichen Abgaben in Deutschland. Die Steuern und Gebühren seien die höchsten in Europa. Im deutschen Verkehrsupdate für März rechnet Ryanair nun weiter mit dem deutschen Luftverkehr ab. Der Rundumschlag trifft auch einen Flughafen in NRW.
„Größter Verlierer“: Ryanair rechnet mit Flughafen in NRW ab
Deutschland sei weiterhin „der am schlechtesten abschneidende Luftverkehrsmarkt in Europa“, teilt die Billig-Airline mit. Drei Flughäfen nennt Ryanair „besonders kostenintensiv“: Berlin, Köln und Dresden. Die Airports würden weiterhin einen Einbruch verzeichnen „und agieren nur noch auf 82 % ihres Vor-Covid-Niveaus“.
In der Mitteilung wird Ryanair-CEO Eddie Wilson zitiert: „Die März-Verkehrszahlen von Ryanair für Deutschland zeigen, dass der deutsche Luftverkehrsmarkt weiterhin zusammenbricht, besonders an teuren Flughäfen, an denen Ryanair für den Sommer 2025 Flüge gestrichen hat.“ Unter anderem den Flughafen Dortmund steuert die Airline seit diesem Jahr nicht mehr an. Nach Informationen von wa.de machten Flüge von Ryanair rund 16 Prozent des Gesamtaufkommens am Dortmund Airport aus. Sieben Ziele steuerte die Airline aus dem Ruhrgebiet heraus an.
„Deutschland versagt“: Ryanair-CEO fordert Bundesregierung zur Steuersenkung auf
In dem Verkehrsupdate für März ruft Eddie Wilson die kommende Bundesregierung dazu auf, die hohen Steuern und Gebühren abzuschaffen. Dabei wird der Ryanair-CEO gewohnt deutlich: „Während Deutschland versagt, wächst der Rest Europas, weil dort Steuern abgeschafft und Zugangskosten gesenkt werden.“
Im Koalitionsvertrag von SPD, CDU und CSU heißt es unter dem Punkt „Verkehr“, dass sich die kommende Regierung zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums dafür einsetze, „die internationale Konnektivität deutscher Flughäfen zu verbessern“. Die „Power To Liquid-Quote“, die im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) verankert ist, soll noch im Jahr 2025 abgeschafft werden. Luftverkehrsspezifische Steuern, Gebühren und Abgaben sollen reduziert und die Erhöhung der Luftverkehrssteuer zurückgenommen werden. Weiter heißt es: „Die Regionalflughäfen werden wir mit Blick auf die Flugsicherungskosten weiter unterstützen.“
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