Essen mit Industrie-Charme
Wo einst malocht wurde: Manche NRW-Restaurants bieten ein einmaliges Ambiente
Industriekultur wird in NRW großgeschrieben. Auch beim Thema Restaurants ist das zu erkennen. Manche Locations führen die Besucher in Zugwagons oder unter Tage.
Hamm - Nicht nur durch die jährliche und allseits beliebte Extraschicht wird es deutlich: Die Bürger in NRW lieben Industriekultur. Und warum sollte man beim Thema Essen auf seine Vorlieben verzichten? Der Verein Tourismus NRW hat eine Übersicht über einige außergewöhnliche kulinarische Ausflugsziele in NRW veröffentlicht. Darunter sind auch Adressen von gastronomischen Angeboten, die besonderen Industriecharme ausstrahlen. Ob in einer Industriehalle, unter Tage oder in einem Zugwagon: Nicht nur in Bezug auf die Speisen sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
Früher wurde hier geschuftet: Diese Restaurants in NRW haben ein einmaliges Ambiete
Vier Locations werden genannt, die etwas mit den Themen Bergbau und Zeche zu tun haben. „Wo andere malochten“ – so die treffende Überschrift dieser kulinarischen Kategorie – können die Besucher heutzutage essen. Und sich dabei von einem speziellen Ambiente und viel Industrie-Charme begeistern lassen. Das sind die Tipps von Tourismus NRW:
Die Zeche Zollverein war in der Zeit von 1851 bis 1986 ein aktives Steinkohlebergwerk. Seit 2001 ist das Industriedenkmal Weltkulturerbe der Unesco. Dass es hier aber auch ein gastronomisches Angebot gibt, wissen viele nicht. „Zwischen massiven Betonpfeilern und dem riesigen Kompressorkessel verspüren Sie die Einmaligkeit des Weltkulturerbes Zollverein“, wird die spezielle Atmosphäre des Casinos auf der Homepage des Restaurants beschrieben.
Das Versprechen: Mythos und Moderne sollen aufeinandertreffen. Das Essen, das in der ehemaligen Kompressorenhalle serviert wird, wird als jung und kreativ beschrieben. Aber auch regionale und traditionelle Einflüsse sollen sich in den Speisen bemerkbar machen, die zwischen massiven Sichtbetonpfeiler und unter Kronleuchtern serviert werden.
Restaurants mit Industrie-Charme in NRW: Unter Tage und im Zugwagon
Bei vielen Menschen gehört der Landschaftspark Duisburg-Nord ohnehin zu den Ausflugszielen, die regelmäßig besucht werden. Dafür sorgen große Veranstaltungen, Lichtinstallationen und Rundgänge. Aber auch Feinschmecker können hier etwas erleben. „Im Restaurant Hauptschalthaus erleben Sie auszeichnenden Service, eine saisonale Karte und einen einmaligen Blick auf die imposante Kulisse eines Hüttenwerks“, heißt es auf der Homepage des Landschaftsparks. Wer es schneller mag, findet auf dem Gelände auch den Food Truck „Currybar“ und von März bis Oktober den Eiswagen „I am Love“.
Das Gruben-Light-Dinner im Besucherbergwerk Ramsbeck in Bestwig verschlägt die Besucher 300 Meter tief unter die Erde. In der Location im Sauerland wird ein Drei-Gänge-Menü serviert. Für die richtige Bergwerk-Stimmung sorgen unter anderem alte Bergmannslampen. Verbunden ist der kulinarische Ausflug mit einer Führung durch das Bergwerk mit ehemaligen Bergleuten.
Und dann steht da noch ein roter Zugwagon in Kleve. Dass man in Zügen speisen kann, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Doch dieser Wagen ist gar nicht mehr in Betrieb. Direkt am Draisinenbahnhof steht der Red Wagon. Laut eigener Aussage handelt es sich um einen zweiachsigen Durchgangspersonenweg der Deutschen Reichsbahn. Gebaut wurden diese Ausführungen ab dem Jahr 1921. Sie wurden vollständig aus Stahl hergestellt. In dem historischen Gefährt in Kleve, der in einen Imbiss mit Biergarten umgewandelt wurde, wird den Besuchern heutzutage vor allem veganes Essen gereicht.
Fans von asiatischer Küche müssen sich in NRW auf eine Änderung einstellen: In der Restaurant-Landschaft in Dortmund gibt es seit kurzem ein Sushi-Restaurant weniger. Leerstehen soll das Ladenlokal jedoch nicht lange.
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