Historische Führungen möglich
Residenzschloss in NRW ist noch immer bewohnt – kann aber auch besichtigt werden
Ein Schloss in NRW aus dem 18. Jahrhundert ist im Wesentlichen unverändert geblieben. Bis heute ist es bewohnt. Besucher können es dennoch besichtigen.
Bad Berleburg - In einem Schloss wohnen und täglich durch den eigenen prächtigen Gartenkomplex spazieren können – das ist der Wunsch vieler Menschen. Einige Schlösser in Nordrhein-Westfalen sind bereits seit vielen Jahren Residenzen von Familien, die diesen einen Wohnsitz bieten. So auch das Schloss Berleburg in Bad Berleburg. Das Besondere daran: Obwohl es als Familienstammsitz dient und bis heute bewohnt wird, kann es besichtigt werden.
Schloss Berleburg ist noch immer bewohnt – kann aber besichtigt werden
Die prunkvolle Anlage vom Schloss Berleburg befindet sich mitten in der historischen Altstadt der Stadt im Siegerland. Als Höhenburg wurde das Schloss im Jahr 1258 von Klostervogt Adolf I. sowie Graf Siegfried I. erbaut.
„Aktuell leben dort Fürst Gustav zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und seine Ehefrau Fürstin Carina“, heißt es auf der Website von NRW-Tourismus. Trotz dessen ist das Schloss teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich. Wer Interesse daran hat, kann nämlich an einer historischen Führung teilnehmen und so einen Einblick in die lange Geschichte und das Leben auf dem Schloss bekommen.
Die Führungen sind in den Sommermonaten möglich. Besucher können repräsentative Räume besichtigen und sich Gläser, Porzellan, Waffen und Uniformen anschauen. Auch Details aus der Geschichte der Fürstenfamilie werden bei den Führungen erzählt.
Führungen im Schloss Berleburg
Die historischen Führungen sind in den Sommermonaten möglich und finden vom 8. Mai bis 30. August 2025 statt - jeweils donnerstags, freitags und samstags um 10.30 Uhr und um 14.30 Uhr.
Erwachsene zahlen 10 Euro, Kinder ab 6 Jahren 7 Euro und Schwerbehinderte (mit Ausweis) können das Schloss für 8 Euro im Rahmen einer Führung besichtigen.
Schlosspark in Bad Berleburg: Seit 1750 nahezu unverändert
Aber auch der Schlosspark ist ein echter Besuchermagnet. Auf der Website heißt es, dass dieser „deutschlandweit ein Unikat“ ist. Er befindet sich auf einer Höhe von 450 Metern im Herzen der waldreichsten Region Deutschlands – und ist für Besucher kostenlos zugänglich. Das Besondere: Er gilt seit 1750 als nahezu unverändert. Auf der Website des Schlosses heißt es, dass die zwölf Hektar große Anlage des Schlossparks nämlich seitdem im Grunde gleichgeblieben ist. Einige Überbleibsel aus früheren Zeiten können Besucher also auch heute noch bewundern.
Dazu zählen zum Beispiel die mittelalterlichen Gräben. „Einst boten die steilen Hänge, Gräben und Felder des Parks dem Schloss Schutz und Nahrung. Erst in der Blüte des Barocks entwickelte sich der Park schließlich zu einem Ort der Erholung und des Vergnügens“, heißt es. Im Schlosspark finden sich zudem eine historische Orangerie und Sandsteinfiguren aus dem Jahr 1752.
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Projekt für Schlosspark: Restaurierungsarbeiten gestartet
Zudem wurden in diesem Jahr im Park die Restaurierungsarbeiten gestartet. Das Projekt soll sich über die nächsten zehn Jahre strecken. „Im Rahmen dieses spannenden Projekts werden erlesene Bereiche des Parks zu ihrer einstigen Pracht aus dem 18. Jahrhundert wiederhergestellt. Andere Bereiche wiederum sollen nach dem Vorbild einiger unserer Lieblingsgärten rund um die Welt mit neuen Akzenten versehen werden“, heißt es. Dazu zählen unter anderem Bepflanzungskonzepte. Denn eines der Ziele sei es, neben der Ausweitung der Artenvielfalt an Bäumen und Sträuchern, auch die Blützezeit von Frühling bis Herbst auszuweiten.
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