Gelsenkirchen

Raubzüge von Teenie-Banden: Erneut sehr junge Verdächtige festgenommen

In Gelsenkirchen hat die Polizei zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren festgenommen. Sie sollen an Raubzügen in der Stadt beteiligt gewesen sein.

Gelsenkirchen – Seit Wochen sorgen Raubzüge von Teenie-Banden in Gelsenkirchen für Schlagzeilen. Die meisten Fälle haben vor allem eines gemeinsam: Sowohl Täter als auch Opfer sind noch extrem jung. Die Polizei hat aufgrund des besorgniserregenden Phänomens sogar eine eigene Ermittlungskommission unter dem Namen „König“ eingerichtet. Und den Ermittlern gelang in dieser Woche ein weiterer Schlag gegen die raubenden Jugendlichen.

Die Polizei in Gelsenkirchen hat nach den Raubzügen von Teenie-Banden zwei weitere Verdächtige festgenommen (Symbolbild).

Gelsenkirchen: Zwei Festnahmen nach Raubzügen von Teenie-Banden

Am Dienstag- und Mittwochmorgen hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich um zwei Jugendliche aus Gelsenkirchen im Alter von 14 und 15 Jahren. Die Jungen seien „jeweils eines Raubdelikts dringend tatverdächtig“, berichtet ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Beide befinden sich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen jetzt in Untersuchungshaft.

Vor allem der 14-Jährige soll schon einiges auf dem Kerbholz haben. Die Ermittler werfen dem Jugendlichen die Beteiligung an mehreren Straftaten vor. So soll er am 10. Januar mit einem Komplizen auf der Bismarckstraße zwei 14-jährige Schüler mit einem Messer bedroht und beraubt haben. Am 20. Januar soll der 14-Jährige mit zwei anderen Jugendlichen am Busbahnhof in Gelsenkirchen-Buer einem ebenfalls 14-Jährigen die Kopfhörer geraubt haben. In beiden Fällen laufen die Ermittlungen aktuell noch.

Jugendliche auf Raubzügen: Bislang acht Verdächtige in U-Haft

Bereits am 3. Februar konnte die Polizei Gelsenkirchen bei den Ermittlungen im Rahmen der Raubzüge einen 15-Jährigen festnehmen. Auch er sei bereits einschlägig polizeibekannt, berichteten damals die Ermittler. „Insgesamt konnten bisher acht Tatverdächtige durch die Ermittlungsarbeit der EK ‚König‘ in Untersuchungshaft genommen werden“, so ein Polizeisprecher.

In Gelsenkirchen hatten sich die Raubzüge von Jugendlichen zuletzt massiv gehäuft. Mehr als 100 solcher Taten sollen allein in den vergangenen Monaten verübt worden sein, berichtete Ende Januar die WAZ. Dabei sind die Täter in den meisten Fällen nicht nur sehr jung, sondern haben sogar an Schulen zugeschlagen. An einer Gesamtschule in Gelsenkirchen Bismarck wurden zwei Verdächtige (13 und 15) im Januar sogar von der Polizei aus dem Unterricht geholt.

Rubriklistenbild: © Maximilian Koch/Imago

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