Gleicher Täter, gleiches Opfer

Mieser Montag: Kioskbesitzer wird zweimal überfallen - von demselben Täter

Kriminalstatistik 2019: Über 6800 Messerangriffe in NRW
+
Kriminalstatistik 2019: Über 6800 Messerangriffe in NRW

Ein Täter kommt immer zu seinem Tatort zurück: In diesem Fall dauerte es nur vier Stunden, bis ein Räuber zum zweiten Mal einen Kiosk aufsuchte, um ihn zu überfallen. Allerdings machte er dann Ernst.

Dortmund - Die Tür wurde um 8.50 Uhr geöffnet. Ein Mann betrat den Kiosk: Der Besucher hat so getan, als würde er Zigaretten kaufen wollen. Als die Ware vor ihm auf dem Tresen lag, forderte er - anstatt zu zahlen - von dem Inhaber das Bargeld aus der Kasse, teilt die Polizei mit. Der 54-jährige Kioskbetreiber verneinte. Unvermittelt griff ihn der Räuber an.

Überfall auf Kiosk in Dortmund: Mittags wird das Messer gezückt

Es kam zu einem Gerangel, bei dem der Tatverdächtige den Dortmunder gegen ein Regal stieß. Nach mehrfachen Hinweisen, dass der Kiosk videoüberwacht sei, ergriff der Räuber die Zigaretten und flüchtete.

Lediglich vier Stunden später, um 12:50 Uhr, folgte Überfall Nummer zwei: Ein Mann betritt den Kiosk. Nun stand die 47-jährige Ehefrau des Inhabers hinter dem Tresen. Diesmal forderte der Räuber sofort Bargeld. Die Frau weigerte sich. Nach einem Schlag auf die Kasse - wodurch sie sich nicht öffnete - zückte der Mann ein Messer und bedrohte die Dortmunderin. Bei einem anderen Kiosk-Überfall in NRW fiel sogar ein Schuss. Letztendlich konnte der Täter in Dortmund mit dem Bargeld aus der Kasse flüchten.

Videomaterial zeigt: Es war der gleiche Täter

Nachdem die Polizei die Bilder der Überwachungskamera sicherte und sichtete, war schnell klar: Es handelt sich um ein und denselben Tatverdächtigen. Eine Polizeibeamtin gab einen entscheidenden Hinweis: Ihr ist der Mann aus vorangegangenen Polizeieinsätzen bekannt, seine Identität steht also fest. Weitere Ermittlungen in einem Krankenhaus, in dem sich der Mann eigentlich aufhalten soll ergaben, dass er seit gestern Morgen von dort flüchtig ist. Die Fahndung nach dem 33-jährigen Dortmunder dauert an.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare