14. September
Bauernregel gibt Ausblick auf Winter-Wetter – „Ist’s hell am Kreuzerhöhungstag …“
Im September wagt eine markante Bauernregel den Wetter-Blick in die Zukunft. Droht uns ein strenger Frost-Winter? Die Prognose ist eigentlich eindeutig.
Hamm – Deutschland, Land der Bauernregeln und wundersamen Wetter-Begriffe. Wir haben Hundstage, den Altweibersommer, Eisheilige, Schafskälte und Siebenschläfer. Auch im September gibt es markante Tage. Der Magnustag etwa verspricht laut Volksmund eine Prognose für die folgenden Wochen. Der Kreuzerhöhungstag am 14. September wagt den Blick nun sogar bis tief in den Winter hinein.
„Ist‘s hell am Kreuzerhöhungstag...“: Bauernregel gibt Ausblick auf Wetter im Winter
Bauernregeln heißen Bauernregeln, weil sich Landwirte in der Zeit vor der modernen Forschung durch Erfahrungswerte aus vorangegangen Jahren und Jahrzehnten Hinweise auf das kommende Wetter und mögliche Gefahren für die Ernte erhofften. Die Aussagekraft der Sprüche ist im Vergleich mit heutigen Wettervorhersagen natürlich minimal, aber oft genug stimmen Bauernregel und tatsächliches Wetter überein.
Die meisten Bauernregeln leiten aus dem Wetter an einem konkreten Tag eine Tendenz für einen späteren Zeitraum ab. Das ist am 14. September nicht anders. Die Bauernregel für diesen Tag lautet: „Ist‘s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach.“
Kreuzerhöhungstag – was ist das?
Die Verehrung des heiligen Kreuzes, auch bekannt als das Fest der Kreuzerhöhung, wird jedes Jahr am 14. September gefeiert. Es wird erzählt, dass Helena, die Mutter von Konstantin dem Großen, im Jahr 326 das Kreuz Jesu entdeckt haben soll. Die Legende der Kreuzfindung wird ergänzt durch die Überlieferung, dass Kaiser Heraklios III. im Jahr 629 das Kreuz, welches 614 von den Persern entwendet wurde, zurückerlangt und in Jerusalem der Öffentlichkeit präsentiert haben soll. Im 7. Jahrhundert wurde das Fest der Kreuzerhöhung von Rom adaptiert und der Termin für die Feierlichkeiten wurde im Jahr 629 auf den 14. September festgelegt.
Zur Bedeutung dieser Bauernregel äußert sich wetter.de wie folgt: „Wenn rund um den 14. September sonniges Hochdruckwetter herrscht, gibt es nach Auswertung von langjährigen meteorologischen Aufzeichnungen in drei von fünf Jahren überdurchschnittlich viele Frosttage im Januar und Februar.“ Drei von fünf, oder anders: 60 Prozent. Bei dieser Zahl lässt sich allenfalls von einer schwachen Tendenz sprechen. Wir sind, wie so oft bei Bauernregeln, im Bereich von „Alles kann, nichts muss“.
Kreuzerhöhungstag 2024: So wird das Wetter in NRW
Und wie wird das Wetter am Kreuzerhöhungstag 2024 in Nordrhein-Westfalen? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Samstag, 14. September, tagsüber Wolken voraus, die abends auflockern, dazu bleibt es meist niederschlagsfrei und weiter kühl bei Höchstwerten zwischen 14 und 17 Grad (Stand: 11. September). Das mit der Sonnenscheindauer ist also eher niedrig. In der „Logik“ von Bauernregeln würde das heißen, dass uns ein eher milder Winter bevorsteht.
Ein Wetter-Experte sagt Schnee voraus: Mitten im Herbst kann es in Deutschland teilweise schon winterlich werden.
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