Wetter-Wahnsinn

NRW wartet auf Sommerwende – Experte: August-Wetter steht auf „sehr wackeligen Beinen“

Das Wetter in NRW zeigt sich im August unstabil. Schauer und Gewitter werden erwartet. Hoffnung auf besseres Wetter besteht trotzdem. Dafür muss ein „Keil“ mitspielen.

Hamm – Schlechte Nachrichten für alle Sonnenanbeter in NRW: Der August wird mit Blick auf das Wetter zunächst einmal weiter wechselhaft bleiben. Die große Sommerwende scheint damit auszubleiben. Zwar sorgt ein sogenannter Keil über den Azoren dafür, dass kein Tiefdruckgebiet nach Europa zieht – gänzlich kann diese Form des Azorenhochs über dem Nordatlantik das aber auch nicht verhindern. Schuld ist sein Gegenspieler.

Das Wetter bleibt auch im August in NRW vorerst wechselhaft. (Symbolbild)

„Das Azorenhoch ist noch nicht bestimmend für das Wetter in NRW“, sagt eine Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auf wa.de-Anfrage. Aktuell würde ohnehin das Islandtief – der besagte Gegenspieler – dafür sorgen, dass sich „Tiefdruckgebiete nach Europa hineinschlängeln“ könnten. Ihre Prognose für die erste Augustwoche lautet daher: „Das Wetter bleibt wechselhaft, es wird immer mal wieder Schauer und Gewitter geben.“ Die niederschlagende Vorhersage für alle Sonnen-Fans gibt es noch obendrauf. „Ich sehe kaum einen niederschlagsfreien Tag“, so die Expertin. Ein wenig Hoffnung auf Sommer gibt es trotzdem.

Wetter in NRW: Hoffnung auf Sommerwende bleibt vage

„Bis sich dieses Azorenhoch auf das Wetter in NRW auswirkt, das dauert noch“, sagt auch Meteorologe Niklas Weise von wetteronline.de. Der Experte kann daher noch keine seriöse Prognose treffen, wie „schön“ der August wird. „Das Wetter steht noch auf sehr wackeligen Beinen“, sagt er.

Sollte es ein Ableger des Keils (so nennt man ein Hoch in einer anderen Höhenlage) über den Azoren aber bis zu uns schaffen, dann könnte es tatsächlich noch die Sommerwende im August geben. „Das würde Stabilisierung bringen“, meint der Wetterexperte und setzt nach: „Es wäre in NRW dann wärmer, wir hätten weniger Schauer – und insgesamt ‚mehr Sommer‘“.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Das aber, ergänzt er noch, sei eben „alles andere als sicher“. Das Wetter dürfte also vorerst weiter unbeständig bleiben, auch im Sommermonat August.

Rubriklistenbild: © IMAGO / onw-images

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare