Rheinbrücke zwischen Köln und Leverkusen
A1 und A59 bei Köln wochenlang gesperrt – enorme Folgen für Autofahrer
Für die Umleitung des A1-Verkehrs wird die Rheinbrücke zwischen Köln und Leverkusen voll gesperrt. Die Folgen sind enorm. Was Autofahrer wissen müssen.
Update vom 19. Januar 2024, 22:15: Die wochenlangen Vollsperrungen der A1 und A59 bei Köln und Leverkusen sind gestartet. Für 17 Tage lang bleibt die Rheinbrücke Leverkusen für Autofahrer komplett dicht. Für Autofahrer gibt es gleich mehrere teils weiträumige Umleitungen, die auf den anderen Autobahnen im Rheinland für ein Verkehrschaos sorgen könnten.
A1 bei Köln wird für zwei Wochen gesperrt – enorme Folgen für Autofahrer
Erstmeldung vom 19. September 2023: Köln/Leverkusen – Beim Neubau der Rheinbrücke zwischen Köln und Leverkusen steht das nächste Kapitel bevor. Nach dem Abschluss der Arbeiten soll der A1-Verkehr von der alten Brücke auf das neue Bauwerk umgeleitet werden. Dafür muss die entsprechende A1-Strecke Anfang 2024 in beide Richtungen voll gesperrt werden. Statt der anfänglich geplanten zehn Tage, soll die Sperrung nun aber siebzehn Tage andauern, teilte die Autobahn GmbH am 14. Dezember mit. Außerdem sollen jetzt auch ein weiterer A1-Abschnitt sowie die A59 gesperrt werden.
A1-Rheinbrücke Köln-Leverkusen voll gesperrt: Infos zu Ort, Dauer, Umleitung im Überblick
- Wo wird die Autobahn gesperrt? Die A1 wird zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen in beide Richtungen voll gesperrt. Anfangs ist auch die Strecke bis zum Kreuz Köln-Nord komplett dicht.
- Wie lange dauert die Sperrung? Vom 19. Januar (22 Uhr) bis 4. Februar 2024 (Uhrzeit noch nicht bekannt).
- Wie wird umgeleitet? Die A1-Umleitungen sind mit einem roten Punkt ausgeschildert. Diese verlaufen über die Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe (A46) und die Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen (A4).
- Warum wird gesperrt? Die Verkehrsführung wird komplett umgebaut. Die Schrankenanlagen an der Rheinbrücke Leverkusen werden abgebaut. Außerdem finden Arbeiten an der Markierung, der Fahrbahn und der Beschilderung statt.
Die massive Verlängerung der A1-Sperrung ist auf das wechselhafte Wetter der letzten Wochen zurückzuführen. „Die Erfahrungen, die in den vergangenen Wochen insbesondere durch den frühen Wintereinbruch gesammelt wurden, haben nun zu der Entscheidung geführt, den Vollsperrungszeitraum zu verlängern, da viele der abschließenden Arbeiten stark witterungsabhängig sind“, teilte die Autobahn GmbH mit.
Statt am 29. Januar, ist das Ende der Vollsperrung jetzt für den 4. Februar 2024 geplant. In den ersten Tagen wird die A1 dabei zunächst zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen und Köln-Nord in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt sein. Ab dem 22. Januar (5 Uhr) ist dann zwischen dem Kreuz Köln-Nord und der Anschlussstelle Köln-Niehl für beide Fahrtrichtungen jeweils ein Fahrstreifen wieder befahrbar.
Für Arbeiten an A1-Rheinbrücke: Auch A59 bleibt über zwei Wochen voll gesperrt
Die Vollsperrung für die Arbeiten an der A1-Rheinbrücke wurden nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich erweitert. Denn auch die A59 zwischen dem Autobahndreieck Monheim-Süd und der Zufahrt an der Leverkusener Rheinallee wird Anfang 2024 in beide Richtungen komplett gesperrt. Für ebenfalls siebzehn Tage kann dort kein Fahrzeug fahren. Zudem ist die A59 vom 15. bis 18. Januar auch zwischen den Anschlussstellen Langenfeld-Richrath und Monheim in Richtung Leverkusen voll gesperrt.
Welche Autobahn-Sperrungen gibt es aktuell in NRW?
Jede Woche werden in NRW etliche Autobahnen – teils tagelang – für den Verkehr gesperrt. 24RHEIN zeigt, welche Autobahn-Sperrungen es aktuell in NRW gibt und welche bald kommen. Zudem sind im Jahr 2024 zahlreiche Baustellen auf den Autobahnen in NRW geplant, die für Staurisiko sorgen.
Mehr als zwei Wochen Sperrung der A1 – droht Verkehrs-Chaos?
Die Autobahn GmbH hatte angekündigt, dass es Ziel sei, die Auswirkungen der Arbeiten an der A1-Rheinbrücke sowohl für die Autofahrer als auch die Anwohnenden „so gering wie möglich zu halten“. Dennoch ist bereits jetzt absehbar, dass durch die Vollsperrung über siebzehn Tage einiges an Stau auf den Autobahnen im Rheinland droht. Denn die Rheinbrücke Leverkusen stellt einen Flaschenhals für den Autobahnverkehr in der Region dar. Die beiden nächsten Brücken über den Rhein sind gut 20 bis 30 Rheinkilometer entfernt. Nördlich liegt die A46-Brücke Düsseldorf-Flehe und südlich die A4-Brücke Köln-Rodenkirchen, über die auch die Umleitungen verlaufen werden.
Nach Abschluss der A1-Vollsperrung sollen alle Verkehrsteilnehmenden, einschließlich Lkws, die neue Rheinbrücke befahren können. Die alte Brücke darf derzeit nur von Fahrzeugen mit einem Gewicht von unter 3,5 Tonnen befahren werden. Für den Neubau der Rheinbrücke kam es im August und September 2023 auch auf der A59 bei Leverkusen zu mehreren Vollsperrungen.
Neubau der Rheinbrücke: Was noch gemacht wird und wann die Arbeiten enden
Die neue Rheinbrücke Leverkusen soll einmal aus zwei parallelen Teilbauwerken – sogenannten Geschwisterbrücken – bestehen. Das erste Teilbauwerk soll Ende 2023 fertig werden. Nachdem der Verkehr von der alten auf die neue Brücke umgelegt ist, soll die alte Brücke zurückgebaut und an derselben Stelle bis 2027 das zweite neue Teilbauwerk errichtet werden. Danach wird der Verkehr in beide Richtungen auf diese aufgeteilt.
2023 und 2024: Auch monatelange Sperrungen auf A31 geplant
Auch wenn deutlich weniger befahren, werden zwei Sperrungen der A31 ebenfalls große Auswirkungen haben. Denn beide dauern gleich mehrere Monate an. Seit Ende September ist die A31 im Emsland auch in Richtung NRW voll gesperrt, Anfang 2024 folgen dann etliche Sperrungen und Engpässe auf der A31 bei Coesfeld. (os mit dpa)
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