Tierheimgeschichte
Schäferhund misshandelt – jetzt könnte es ein Happy End geben
Ein Schäferhund brach mit schweren Verletzungen auf der Straße zusammen. Nach mehreren Notoperationen scheint es für ihn ein Happy End zu geben.
Hattingen – Immer wieder werden Tiere im Tierheim abgegeben und aus Wohnungen gerettet. Nicht selten leiden diese unter Krankheiten oder anderen gesundheitlichen Problemen. Besitzer kümmern sich teilweise gar nicht um ihre Tiere oder versorgen sie nicht artgerecht. Am Freitag gab es in Hattingen in NRW aber einen besonders dramatischen Vorfall.
Dort wurde ein Schäferhund gefunden. „Dries“ befand sich laut Tierheim Witten in einem so schlechtem Zustand, dass er auf der Straße einfach zusammenbrach. Beim Tierarzt konnten mehrere Organverletzungen festgestellt werden. Er musste mehrfach notoperiert werden. Jetzt, ein paar Tage später, sieht es für den Rüden wesentlich besser aus.
Schäferhund erlitt „massive Gewalteinwirkungen“
Das Tierheim Witten hatte den drei Jahren alten Rüden „Dries“ am Freitag (10. November) in Hattingen aufgegriffen, berichten die Retter in einem Facebookpost. Der Schäferhund brach auf der Straße zusammen und hatte keine Kraft, sich auf den Beinen zu halten. Sofort brachten die Mitarbeiter des Tierheims den Rüden zum Tierarzt. Dann musste alles schnell gehen.
Beim Arzt wurden neben mehreren Hämatomen am Bauch auch Flüssigkeit im Bauchraum entdeckt. Sofort ging es für Dries in die Tierklinik Duisburg. Seine Verletzungen wurden laut Tierheim durch „massive Gewalteinwirkung“, vermutlich Schläge und Tritte in den Bauch, verursacht.
Schäferhund musste mehrere Notoperationen überstehen
In der Tierklinik musste Dries sofort notoperiert werden, da er sowohl einen Leber- als auch einen Milzriss hatte. Die Milz konnte entfernt werden und auch die Blutung der Leber wurde gestoppt. Auf Facebook berichtet das Tierheim, dass Dries zwei Tage später erneut notoperiert wurde. Seine Lunge kollabierte und ein Lungenriss, sowie ein Riss im Zwerchfell konnten darüber hinaus festgestellt werden. Am Abend hieß es dann vom Tierheim „Wir können alle ein wenig aufatmen: Dries‘ Zustand ist zum jetzigen Zeitpunkt stabil.“
Hund ist wie ausgewechselt: „aktiv, neugierig und voller Lebensfreude“
Für den Schäferhund gab es anfangs nur wenig Hoffnung. Doch nun deutet sich ein Happy End an. Denn jetzt durfte Dries die Tierklinik verlassen. Das Tierheim berichtet: „Sein Gemütszustand war überraschend positiv. Es ist ein Wunder, dass er nach alldem, was ihm widerfahren ist, immer noch so zutraulich und interessiert dem Menschen gegenübertritt.“
Zur Beobachtung muss der Rüde nun noch mindestens zwei Wochen im Tierheim bleiben. Doch dieses ist sehr positiv gestimmt: „Dries ist wie ausgewechselt: aktiv, neugierig und voller Lebensfreude. Vermutlich waren dies auch Eigenschaften, die ihn am Leben hielten“, so das Tierheim.
Dries braucht schnell eine liebevolle Familie
Nach all den Strapazen, die der junge Hund durchleben musste, braucht er nun ein neues Zuhause. Das Tierheim wünscht sich für den Schäferhund „ein liebevolles Zuhause, damit er nochmal von vorne anfangen kann und die Liebe und Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient“. Auch die Facebook Nutzer unter dem Post wünschen Dries nur das allerbeste: einen „eigenen Platz auf der Couch, viele abenteuerliche Spaziergänge und soviel Liebe, wie ein Hund nur erfahren kann“, so eine Nutzerin.
Tiere erleben nicht nur Gewalt, auch werden sie oftmals von ihren Besitzern einfach aufgegeben, so auch Hündin Prada vor einigen Monaten. (mcg)
Rubriklistenbild: © mm images/Imago
