Unbesetzte Kasse
"Ich habe Corona" - Rücksichtsloser Mann rastet im Supermarkt aus
Der Grund für den Ausraster war banal, die Reaktion abartig: Ein Kunde wollte einen aggressiven Mann an der Supermarktkasse beschwichtigen - und wurde selbst zum Opfer.
- Eine Kasse im Supermarkt war nicht besetzt
- Mann verliert deswegen die Fassung
- Als ein Kunde ihn beruhigen will, greift er ihn an
Brilon - Um 19:50 Uhr befanden sich beide Männer an der Kasse der Netto-Filiale an der Keffelker Straße in Brilon, wie wa.de* berichtet. Da die Kasse kurzzeitig nicht besetzt war, reagierte ein 38-jährige Briloner aggressiv und ungehalten. Ein 24-jähriger Kunde des Nettos versuchte den Mann zu beruhigen.
Mann rastet aus: "Ich habe Corona"
Allerdings reagierte der Täter nicht wie erwartet: Anstatt sich zu beruhigen, wurde der Täter noch aggressiver. Er ist auf den Mann zugegangen und hustete ihn an. Dabei hat er gesagt: "Ich habe Corona" - und spielte mit den Ängsten der Menschen in Zeiten des Coronavirus.
Doch damit nicht genug: Der 38-Jährige drohte dem Kunden mit Schlägen. Als der Mann schließlich bezahlt hatte, ergriff er die Flucht. Er machte sich auf den Weg in Richtung der Straße Voßloh.
Keine Angaben zum Coronavirus
Der 24-Jährige rief daraufhin die Polizei an. Der Täter konnte ermittelt werden - Dank der Aussage eines Zeugen. Doch als die Polizei an der Wohnanschrift des Täters ankamt, machte der Mann einen uneinsichtigen Eindruck. Zu der schweren Behauptung, er habe eine Coronavirus-Infektion, machte er keine Angaben, teilt die Polizei mit. Die Beamten haben gegen den Mann ein Strafverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Coronavirus-Pöbeleien in NRW häufen sich
Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen begegnen dem Coronavirus mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und halten sich an die Vorgaben. Aber es gibt auch einige, die immer noch nicht begriffen haben, wie drastisch die Situation ist, die sogar mit den Ängsten der Menschen spielen. So hat eine Gruppe Jugendlicher in Siegen die Menschen bepöbelt und sich nicht an das Kontaktverbot gehalten. Sie bezeichneten den Coronavirus als "Quatsch". Die Polizei musste mehrere festnehmen.
Wie come-on.de* berichtet spielten sich ähnliche Szenen im Märkischen Kreis ab. Neben Jugendlichen, die das Kontaktverbot nicht ernst genommen haben, kam es auch zur Eskalation bei einem Penny-Supermarkt: Bei einem Streit um einen Einkaufswagen spuckte ein Kunde einem ins Gesicht.
Die Nerven liegen blank in Coronavirus-Zeiten: Ein ungeduldiger Kunde ignorierte die Warteschlange vor einem Baumarkt. Als ein Security-Mann ihn stoppen wollte, wurde es äußerst schmerzhaft.
Coronavirus in NRW: Weitere Informationen
Die Abiturprüfungen 2020 in NRW werden verschoben - die Termine stehen jetzt fest. Weitere Entwicklungen zur Ausbreitung des Coronavirus erfahren Sie in unserem NRW-Newsticker.
*wa.de und come-on.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.