Ältester Zoo in NRW
Der drittälteste Zoo Deutschlands liegt in NRW – Er hat beide Weltkriege überstanden
Im Jahr 2025 wird der Kölner Zoo stolze 165 Jahre alt. Er ist der drittälteste Zoo in Deutschland und hat zwei Weltkriege überstanden. Einige Bauten stammen noch aus der Anfangszeit.
Köln - Der Kölner Zoo ist der drittälteste Zoo Deutschlands – und der älteste in NRW. Er wurde im Jahr 1860 gegründet und wird somit im kommenden Juli 165 Jahre alt.
Zooschule für Schulen und Kindergärten
Der Zoo überlebte zwei Weltkriege, verlor dabei allerdings viele Tiere. Und auch ein großer Teil des Geländes musste neu aufgebaut werden. Nach dem Krieg wurde der Zoo 1945 zunächst geschlossen und im Jahr 1947 mit den ersten Neuaufbauten wieder eröffnet. Zehn Jahre später stellten die Verantwortlichen ihre Pläne für eine Neuausrichtung vor. Die Verantwortlichen planten eine Vergrößerung und ein pädagogisches Angebot mit der Zooschule für Schulen und Kindergärten.
Und: Über die Jahre tat sich dort einiges. Zu seinem 125. Geburtstag bekam der Kölner Zoo ein neues Affenhaus. 15 Jahre später folgte der „Regenwald“, ein Tropenhaus für südostasiatische Tiere und Pflanzen. Gleichzeitig übernahm der Zoo ein Naturschutzprojekt in Vietnam.
Mehr als 12.000 Tiere aus 800 Arten
Heute umfasst der Zoo in der Rheinstadt rund 20 Hektar, auf denen mehr als 12.000 Tiere aus knapp 800 Arten leben. Hier verbinden sich moderne Tieranlagen mit den historischen.
Darunter zum Beispiel das Elefantenhaus im maurischen Stil, das 1863 gebaut wurde. Es ist das einzige Gebäude, das die Kriege unbeschadet überstand. Dieser „Elefantenpark“ wurde 2004 eröffnet – und zwei Jahre später wurde das erste Elefantenbaby im neuen Sozialverband geboren: Die kleine Marlar wurde zum Publikumsmagnet. Draußen streift die Elefantenherde heutzutage auf einer Fläche von zwei Hektar gemütlich durch die Landschaft. Noch jünger ist die Anlage der Amurtiger mit einsehbarer Höhle, Canyon und großen Panoramafenstern, die 2020 zum 160-jährigen Bestehen eröffnet wurde.
Schon seit zehn Jahren gibt es den Clemenshof mit Streichelzoo. Dort leben in rot geklinkerten Häuschen und Ställen mit grünen Fensterrahmen heimische, vom Aussterben bedrohte Tierarten aus der Landwirtschaft. Dazu gehören zum Beispiel das Schwarzbunte Niederungsrind, die Moorschnucken und Bergische Schlotterkämme.
Lämmchen und Zicklein auf dem „Clemenshof“
Im Streichelzoo werden jedes Jahr im Frühling auch viele Lämmer und Zicklein geboren, unter anderem Kinder von Hennes IX. Der Ziegenbock ist das Maskottchen des 1. FC Köln. Und auch im restlichen Zoo gibt es Jungtiere zu sehen, etwa bei Tigern und Löwen, die im vergangenen Jahr Babys bekommen haben.
Eier suchen im Streichelzoo
Und wer Lust auf ein besonderes Event während der Ostertage hat, könnte im Kölner Zoo fündig werden: Von Karfreitag bis Ostermontag können Besucher im Zoo in der Domstadt zwischen Osterhäschen und Hühnern im Streichelzoo nach Eiern suchen. Der Zoo versteckt im Osterdorf „Lampeshausen“ bunte Bio-Ostereier, solange der Vorrat reicht.
Der Kölner Zoo
Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr (1.3. bis 31.10.)
Adresse: Riehler Straße 173, 50735 Köln (Anreise auch mit Bus und Bahn möglich)
Osterspecial: Karfreitag, 18.4., bis Ostermontag, 21.4.
Preise: Erwachsene 23 Euro, Kinder ab 4 Jahren 11 Euro, Schüler, Studenten und Azubis 17 Euro (abweichende Preise für Gruppen und Schulklassen sowie ab 16 Uhr)
Der Kölner Zoo gehört zu den beliebtesten Zoos in NRW. Ein überraschender Geheimtipp ist auch darunter. Ein weiterer NRW-Zoo kündigt gerade einen riesigen Umbau an - und im Münsteraner Allwetterzoo lässt sich mit einem neuen Ticketsystem Geld sparen - unter einer Bedingung.
Rubriklistenbild: © Zoo Köln / W. Scheurer
