Nachtleben Bochum
Nach 16 Jahren schließt bekannte Disco: „Zeiten ändern sich“
Eine Ära geht zu Ende: Nach 16 Jahren schließt eine beliebte Diskothek im Ruhrgebiet. Die Gründe für das Aus sind vielfältig.
Bochum – „Der Untergrund schließt.“ Mit diesen Worten beginnt Jens Möcking, Inhaber der Kult-Diskothek „Untergrund“ in Bochum, das Instagram-Reel, das „den Anfang vom Ende“ einläutet. Und der Abschied fällt ihm sichtlich schwer.
„Zeiten ändern sich“: Bekannte Disco schließt nach 16 Jahren
16 Jahre lang war der „Untergrund“ eine feste Anlaufstelle für Partywütige im Ruhrgebiet – nun endet diese Ära. Noch bis März haben Besucher Zeit, eine letzte Partynacht in einem der beliebtesten Clubs Bochums zu erleben. „Doch wenn wir eins wissen, dann das: Jeder Abschied verdient ein würdiges Finale“, heißt es unter dem Beitrag. Statt wehmütiger Abschiedsstimmung soll es in den letzten Wochen noch einmal „laut und unvergesslich“ werden.
Jan Delay, K.I.Z und viele weitere – Etliche Acts traten im Untergrund Bochum auf
In dem emotionalen Video erinnert sich Möcking an zahlreiche „legendäre Nächte, Freundschaften und Auftritte“. Stars wie Jan Delay, Marteria (als Masimoto), K.I.Z und viele weitere haben in der Kortumstraße 101 die Bühne gerockt – und haben laut Betreiber „gemeinsam mit den Gästen Geschichte geschrieben“.
Der Untergrund Bochum schließt – Gründe für das Aus
Die Gründe für das Aus seien vielfältig: „Zeiten ändern sich“, stellt der Betreiber fest. Seit der Corona-Pandemie habe sich das Nachtleben stark gewandelt. Die Preise würden steigen, und viele frühere Stammgäste gingen heute weniger feiern. Das „Ausgehverhalten“ der Menschen habe sich grundlegend verändert.
Statt über das Ende zu klagen, will das Team die verbleibende Zeit nutzen, um den „Untergrund“ gebührend zu verabschieden. Traurig und leise soll der Abschied nicht werden: „Lasst uns noch einmal gemeinsam eskalieren, noch einmal Geschichte schreiben, noch einmal zeigen, warum der Untergrund mehr war als nur ein Club“, sagt Möcking – und verspricht: „Lasst uns die nächsten Wochen so feiern, wie es der Untergrund verdient hat.“
Derweil hat ein Café in der Innenstadt von Dortmund geschlossen – nur eineinhalb Jahre nach der Eröffnung. Gästen wurde dort ein besonderes Konzept geboten.