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„Schönster Wochenmarkt Deutschlands“: Das macht das Angebot in Münster so besonders

Barbara Blasum ist eine Markt-Expertin und legt sich fest: Der Wochenmarkt in Münster ist der schönste in Deutschland. Sie bietet besondere Touren an.

Münster/Hamm – Barbara Blasum kennt den Wochenmarkt in Münster (NRW) wie kaum ein anderer Mensch. Die 75-Jährige ist Münsteranerin mit Leib und Seele, seit über sieben Jahren nimmt sie Markt-Fans und solche, die es noch werden, mit auf eine Reise „rund um den Globus“, wie sie sagt. Dann nämlich führt sie ihre Tour-Gäste von Stand zu Stand auf dem „schönsten Wochenmarkt Deutschlands“.

WasWochenmarkt Münster
Wannjeden Mittwoch und Samstag (bei Feiertag einen Tag eher)
ÖffnungszeitenMittwochs und samstags von 7 bis 14.30 Uhr

Wochenmarkt-Expertin ist sich sicher: Darum ist der Markt in Münster so besonders

Dass der Wochenmarkt in Münster jedenfalls so bezeichnet werden sollte, davon ist Marktführerin Barbara Blasum überzeugt. „Das ist der schönste Wochenmarkt Deutschlands – das sage ich meinen Gästen bei der Tour immer, und wenn ich es mal vergesse, sagen es mir die Gäste. Weil es einfach so ist“, sagt sie im Gespräch mit wa.de.

Kult-Event in Münster: Die besten Impressionen vom Wochenmarkt

Jeden Mittwoch und Samstag bieten die zahlreichen Stände auf dem Wochenmarkt viele Leckereien und schöne Dinge an.
Jeden Mittwoch und Samstag bieten die zahlreichen Stände auf dem Wochenmarkt viele Leckereien und schöne Dinge an.
Jeden Mittwoch und Samstag bieten die zahlreichen Stände auf dem Wochenmarkt viele Leckereien und schöne Dinge an.
Jeden Mittwoch und Samstag bieten die zahlreichen Stände auf dem Wochenmarkt viele Leckereien und schöne Dinge an.
Kult-Event in Münster: Die besten Impressionen vom Wochenmarkt

Über 150 Händler preisen Woche für Woche ihre Waren auf dem Domplatz an. „Die Produktpalette geht einmal um den Globus. Alle anderen Märkte sind viel kleiner, und hier in Münster gehen die Händler auch noch sehr auf die Kunden ein“, sagt Blasum. Der Markt gehört eben zu Münster – mindestens so sehr wie der Tatort aus Münster.

Der Markt auf dem Domplatz in Münster „gehört doch einfach irgendwie dazu“

Jeden Mittwoch und jeden Samstag findet der Münsteraner Wochenmarkt auf dem Domplatz statt. Am Rand stehen Linden und spenden Schatten, zwischen den Gängen entführen verschiedenste Düfte die Marktbesucher auf fremde Kontinente, regionale Produkte beruhigen derweil das Klima-Gewissen. Dass Münster und sein Markt untrennbar sind, davon ist Barbara Blasum überzeugt. „Der Markt gehört doch einfach irgendwie dazu – auch dieser Ort hier, wo er stattfindet“, sagt sie. Der Domplatz sei schließlich die Wiege Münsters. „Hier wurde Münster gegründet“, erklärt sie.

Woche für Woche führt die Rentnerin immer samstags von 10 bis 12 Uhr mal kleinere, mal größere Trupps über den Markt. Die Tour mit dem Namen „Kulinarische Stadtführung, Wochenmarkt“ des Anbieters k3 ist beliebt, oft ausgebucht. „Letztens hatte ich eine Gruppe von elf Männern. Die wollten ein bisschen Kulturprogramm machen, aber auch nicht zu viel“, erzählt Blasum und lacht. Also hätten sie sich für eine Führung über den Münsteraner Markt entschieden – und seien nicht enttäuscht gewesen. „Mettendchen mit Walnüssen, schon mal gehört? Solche besonderen Spezialitäten gibt es hier in Münster auf dem Wochenmarkt. Da sind die Leute wild drauf, das ist mal etwas ganz anderes“, setzt Barbara Blasum nach und steckt mit ihrer Begeisterung auch andere Menschen an.

Der Wochenmarkt in Münster ist mehr als nur eine Möglichkeit, um einzukaufen

Der Markt in Münster ist schon längst mehr als nur ein reiner Ort, an dem die unterschiedlichsten Waren des alltäglichen und nicht so alltäglichen Gebrauchs feilgeboten werden. Für die Münsteraner ist er ein Ort des Miteinanders. Hier trifft man sich, hier plaudert man, hier findet das Leben statt. Für Touristen ist er zudem ein beliebtes Ausflugsziel. Eine Flucht aus dem Verbraucher-Alltag, der allzu oft monotoner ist als die immer gleichen Regalreihen der gängigen Discounter und Supermärkte. Wer auf dem Wochenmarkt in Münster einkauft, erlebt etwas, meint Blasum.

„Man sieht die Händler, wie sie ihre Waren anbieten und verkaufen, man erfährt, wo die Ware herkommt. Die Leute haben ein gutes Gefühl dabei“, sagt sie und ergänzt: „Wenn ich in den Supermarkt gehe – da habe ich vielleicht eine wahnsinnige Auswahl – aber da weiß ich nicht, was das für Tiere sind, wo sie herkommen und was mit ihnen passiert ist. Hier sehe ich den Händler.“ Doch die Kunden sehen nicht nur ihre Händler, sie können auch viel einfacher mit ihnen interagieren. Sie sind die kleinen Stars des Kult-Events auf dem Domplatz.

Zahlen und Fakten zum Wochenmarkt in Münster

Das Angebot ist vielseitig. Es gibt Leckereien aus Bäckereien und Konditoreien, Obst und Gemüse, Käse, Kunsthandwerk, Gewürze, Textilien, Blumen und Pflanzen, Fisch, Fleisch, Wurst, Wild und Geflügel sowie Feinkost, Spezialitäten und vieles mehr. Über 150 Stände sowie die Geschäfte und Gastronomen in der direkten Umgebung auf dem Domplatz versorgen dann ihre Kunden.

Wer in Ruhe bummeln möchte, kann seine Taschen im Taschenwagen abgeben – dort werden die Einkäufe sogar gekühlt und auf Wunsch innerhalb Münsters von den sogenannten „Leezen-Heroes“ bis nach Hause gebracht.

Der Markt in Münster findet immer mittwochs und samstags von 7 bis 14.30 Uhr statt, an Feiertagen einen Tag eher.

Wochenmarkt in Münster als Kult-Event: „Jeder Händler hat eine große Fangemeinde“

„Jeder Händler“, sagt Marktführerin Barbara Blasum, „hat eine große Fangemeinde.“ Das hat verschiedene Gründe. Einer habe beispielsweise „über 100 Kartoffelsorten“ im Angebot. „Die hat er nicht alle mit, weil das den Rahmen sprengen würde“, erklärt Blasum. Aber wenn man ihn darauf anspreche, dann habe er sie beim nächsten Mal dabei.

Alles das sorge letztendlich dafür, dass die Münsteraner und die Gäste „Bock auf Markt“ hätten. „Wo trifft man sich am Samstag? Natürlich auf dem Wochenmarkt“, sagt Blasum. Da gebe es schließlich Kartoffelpuffer, Bratkartoffeln mit unzähligen Beilagen sowie „die berühmte Erbsensuppe aus der Gulaschkanone“ und viele andere Sachen. Alle Händler seien dann umlagert, kein Stand sei leer – auf dem „schönsten Wochenmarkt Deutschlands“.

Rubriklistenbild: © imago

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