Neue Folge
Dreh des Tatort Münster: „Vermisse manchmal im Schnitt die Fahrradklingeln“
Für die neue Folge des Tatort Münster wurde erneut in der „Heimat“ gedreht. Die „Original Münster“-Szenen sind selten. Für das Team sind sie immer etwas Besonderes.
Münster - Seit über 20 Jahren klären Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) in Münster Verbrechen auf. Der Tatort Münster erfreut sich großer Beliebtheit. Dabei wird ein Großteil der Szenen aus Kostengründen gar nicht in den heimischen Gefilden gedreht. Umso größer ist die Freude, wenn es dann mal wieder so weit ist – wie bei den aktuellen Dreharbeiten zur neuen Folge „Unter Gärtnern“. Bei diesen Szenen muss hinterher im Schnitt dann auch keine Fahrradklingel nachträglich ergänzt werden.
Tatort-Dreh: „Freuen uns jedes Mal, wenn im Herzen von Münster gedreht wird“
Im Herzen von Münster, direkt am Rathaus, fanden am Dienstag (19. September) Dreharbeiten für den Tatort Münster statt. Schnell bildete sich eine Menschentraube auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Vor allem Touristen blieben stehen, machten Fotos und beobachteten Axel Prahl alias Frank Thiel und Claus Dieter Clausnitzer alias „Vaddern“ bei der Arbeit.
„Zweimal im Jahr sind wir in Münster“, erklärt Tatort-Redakteurin Sophie Seitz (WDR). Wie viele Szenen für eine Folge allerdings in der westfälischen Stadt gedreht werden, sei ganz unterschiedlich. Mal sei „alles original Münster“ und manchmal würden die Dreharbeiten nur zwei Tage andauern. Vor allem für Außenszenen bedarf es des authentischen Settings der westfälischen Stadt.
Wenn es nach Seitz gehen würde, wäre der Tatort wohl immer „original Münster“. Doch aus Kostengründen werde ein Großteil der Szenen in und um Köln gedreht, wo die Produktionsfirma Bavaria Fiction und auch der WDR ihren Sitz haben. „Wir freuen uns jedes Mal, wenn im Herzen von Münster gedreht wird“, so die Tatort-Redakteurin.
Dreh zum Tatort Münster: „Vermisse manchmal im Schnitt die Fahrradklingeln“
Und die Szenen, die am Münsteraner Rathaus gedreht wurden, könnten wohl authentischer nicht sein. Unweit der Kirche St. Lamberti und des St.-Paulus-Doms huschten immer wieder Radfahrer am Drehort vorbei und klingelten laut, während sie sich den Weg durch die Schaulustigen bahnten. „Das ist Münster“, rief ein Guide den Touristen zu.
Dieses Stück Original-Münster fehle Sophie Seitz hin und wieder bei den Tatort-Szenen, die nicht an der „Homebase“ gedreht wurden. „Ich vermisse manchmal im Schnitt die Fahrradklingeln und Kirchenglocken“, gibt die Redakteurin lachend zu. Man sei ja in Münster, das gehöre nun einmal dazu.
So wie der Tatort selbst. Genervt scheinen die Münsteraner von den Dreharbeiten nicht zu sein. Seitens der Security, die die Dreharbeiten am Rathaus vor den Zuschauern „abschirmt“, ist an diesem Tag zu hören, dass die Menschen sehr nett und händelbar seien. In anderen Städten sehe das ganz anders aus.
Tatort Münster: Axel Prahl stichelt gegen Schauspiel-Kollegen
Auch Sophie Seitz findet die Menschen in Münster „wahnsinnig freundlich und herzlich“. Man kenne sich, die Münsteraner und das Team rund um den Tatort. „Es hat etwas Organisches“, sagt die Tatort-Redakteurin und meint damit das harmonische Zusammenleben zwischen den Einwohnern der Stadt und „ihrem“ Tatort.
Der aktuellste Fall von Thiel und Boerne wird übrigens im Dezember bei einer Tatort-Premiere in Münster gezeigt.
Aktuelle Besetzung beim Tatort Münster: Das sind die Schauspieler




Jan Josef Liefers war am Dienstag nicht mit bei den Dreharbeiten am Münsteraner Rathaus. „Herr Liefers ist in der Karibik“, erklärt Axel Prahl. Generell habe sein Schauspiel-Kollege immer ein paar Drehtage weniger. „Was sich aber komischerweise im Film nie bemerkbar macht. Dadurch, dass er immer so auffällig und laut und geschwätzig ist, macht er schon meistens mit seinen Szenen den halben Film voll“, kann sich Prahl einen scherzhaften Seitenhieb in Richtung Liefers nicht verkneifen.
Rubriklistenbild: © Hannah Decke


