Wie vor 9 Jahren

Erneute Starkregen-Katastrophe abgewendet – Feuerwehr rettet Baugebiet

In Münster wurde eine erneute Regen-Katastrophe wie 2014 abgewendet. Betroffen war wieder ein Baugebiet im Stadtteil Nienberge.

Münster - Für die Bewohner war der vergangene Sonntag ein schmerzhafter Rückblick in die Vergangenheit und zugleich ein beinahe wahrgewordener Alptraum. Im Jahr 2014 wurde das Baugebiet Waltruper Weg in Münster-Nienberge aufgrund von Starkregen überflutet. Neun Jahre später drohte eine Wiederholung der Regen-Katastrophe.

Erneute Starkregen-Katastrophe abgewendet – Feuerwehr Münster rettet Baugebiet

Durchnässte Böden, vollgelaufene Abwasserkanäle und Gullis und kaum Verdunstung – kommt dann auch noch Starkregen wie am Sonntag (6. August) dazu, wird die Lage wie im Baugebiet Waltruper Weg schnell brenzlig. Nach der Regen-Katastrophe im Juli 2014 wurde eben dort ein Rückhaltebecken angelegt, um Wassermassen zu stoppen. Doch auch das drohte nun überzulaufen.

Rückblick: Das Ereignis am 28. Juli 2014 spülte sich schnell ein in das Gedächtnis vieler Münsteraner. Die Stadt versank im Regen. Am Abend zuvor wurde eine Unwetter-Warnung herausgeschickt. Von 50 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter war die Rede. Am Nachmittag des besagten Tages dann der Schock: Stellenweise prasselten bis zu 280 Liter Regen pro Quadratmeter auf die Stadt Münster ein.

Regen-Katastrophe in Münster abgewendet – erlösende Nachricht am Abend

Die Feuerwehr Münster war völlig überlastet ob der nicht zu bändigenden Wassermassen, über externe 3500 Helfer aus NRW reisten in den Norden des Bundeslandes – auch zum Baugebiet Waltruper Weg in Nienberge. Eben dort drohte am Sonntag die nächste Regenkatastrophe. Drohte, die Feuerwehr Münster verhinderte Schlimmeres.

Erneute Starkregen-Katastrophe abgewendet - Feuerwehr Münster rettet Baugebiet

Wie die Feuerwehr Münster mitteilte, waren in Nienberge am Sonntag rund 200 Einsatzkräfte sowie mehrere Hochleistungspumpen im Einsatz, um der Wassermassen Herr zu werden. Weil Wassergräben, unterirdische Durchführungen sowie Pumpwerke wegen des Starkregens überlastet waren, breitete sich das Wasser im Wohngebiet aus. Laut Angaben der Behörden kam es in 50 Wohnhäusern zu Wasserschäden. Anders als 2014 mussten die Gebäude in Münster-Nienberge aber nicht evakuiert werden.

Chaos in Hamm nach Unwetter mit Starkregen am Sonntag

Dieses Schild weist bereits an der Radbodstraße auf die Sperrung der Warendorfer Straße hin.
Auf rund 100 Metern ist der Hang oberhalb der Warendorfer Straße abgerutscht.
Gut zu erkennen: die Bruchkante in drei bis vier Meter Höhe über dem seitlichen Mauerwerk an der Warendorfer Straße.
Der Schlamm auf der Fahrbahn zur Unterführung beginnt zu trocknen. Entfernt worden ist er zumindest bislang nicht.
Chaos in Hamm nach Unwetter mit Starkregen am Sonntag

Am späten Sonntagabend folgte dann die erlösende Meldung: Gegen 23.30 Uhr waren die Einsatzgebiete der Feuerwehr erfolgreich abgearbeitet, eine erneute Katastrophe war abgewendet. Nicht nur in Münster, in vielen Teilen von Nordrhein-Westfalen sorgte der Starkregen für überflutete Keller und Straßen. Allein in Hamm gingen am Sonntag rund 1050 Notrufe ein.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Münster

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