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„Es ist genug der Gewalt“: Münster nach tödlicher Messerattacke unter Schock

In Münster sitzt der Schock tief nach dem tödlichen Messerangriff auf dem Send. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat Stellung bezogen, Besucher ebenso.

Münster - Trauer, Wut, Angst. Nach der tödlichen Messerattacke beim Send in Münster steht die Stadt im Norden Nordrhein-Westfalens unter Schock. Einen Tag früher als geplant wurde das normalerweise friedlich ablaufende Volksfest abgebrochen. Wo noch am Samstag Fahrgeschäfte standen, wurden am Montag Kerzen und Blumen niedergelegt. Es herrscht Trauer.

Münster unter Schock nach tödlicher Messerattacke - „Traurig, erschreckend“

„Fassungslos“ blickt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nach Münster. Am Samstagabend wurde ein 31-jähriger Familienvater auf dem Send in Münster niedergestochen. Der Mann starb an einem Stich ins Herz und ist verblutet. Vom mutmaßlichen Täter und seiner Begleitung fehlt derzeit noch jede Spur. „Durch eine brutale Tat endet ein ausgelassenes Volksfest für viele Menschen im Schock. Meine Gedanken sind bei der Familie des Opfers“, schrieb Hendrik Wüst auf Twitter.

Die Polizei arbeitet am Tatort vor einem Fahrgeschäft.

Am Sonntag teilte die Stadt Münster mit, das Volksfest werde einen Tag früher als geplant abgebrochen. Bunte Werbetafeln, Fahrgeschäfte und Lichter wurden abgebaut und ersetzt durch zahlreiche Trauerbezeugungen. Schon am Sonntagmittag lagen Blumen und Kerzen auf dem Schlossplatz unweit des Tatorts. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) besuchte ebenfalls das Send-Gelände. „Es ist die Zeit, nachzudenken, zu trauern. Es ist genug der Gewalt. Wir sind eine Stadt, die in Frieden leben will“, so OB Markus Lewe.

Oberbürgermeister Markus Lewe gedenkt dem Opfer nach Messerattacke

Und auch bei den Besuchern des Send in Münster sitzt der Schock tief. So berichtet einer der Besucher, einen Tag vor der Messerattacke vor Ort gewesen zu sein. „Ich bin fassungslos und tief erschüttert. Wir waren noch am Freitag zum Feuerwerk auf dem Send“, schreibt er auf Twitter. „Ich war gestern Nachmittag/Abend selbst noch mit den Kindern auf dem Send und machte unbeschwerte Fotos. Jetzt das. Traurig. Erschreckend“, so ein anderer Nutzer.

Münster unter Schock nach tödlicher Messerattacke - „Traurig, erschreckend“

Rund 200 Menschen hatten sich am Sonntag am Send versammelt, um dem Verstorbenen zu gedenken. Die Aufklärung des Falls ist in vollem Gange. Weil der vermutliche Täter noch immer auf der Flucht ist, prüft die Polizei derzeit Bedingungen für eine Öffentlichkeitsfahndung. Die bedarf eines richterlichen Beschlusses. Anschließend soll offenbar ein Foto des Täters veröffentlicht werden.

Rubriklistenbild: © David Poggemann/Nord-West-Media /dpa

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