Polizei nimmt Mann fest
Bundesanwaltschaft schaltet sich nach Angriff in Bielefeld ein – Schriftstück gefunden
Ein 35-Jähriger soll vor einer Bar in Bielefeld mehrere Personen mit einem Messer verletzt haben. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft.
Update 20. Mai, 21.08 Uhr: Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte am Dienstagabend in der ARD: „Nach derzeitigen Erkenntnissen ist der Beschuldigte zielgerichtet vorgegangen. Und man hat ein Schriftstück bei ihm gefunden, das darauf schließen lässt, die Tat könnte religiös motiviert gewesen sein.“
Update 20. Mai, 20.08 Uhr: Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte am Dienstag, inzwischen hätten sich die Hinweise verdichtet, dass der Täter aus einer islamistischen Motivation gehandelt habe. Islamistischer Terrorismus zähle zu den größten Gefahren für die Sicherheit in Deutschland. „Der Messerangriff in Bielefeld am frühen Sonntagmorgen war von erschütternder Brutalität: Mehrere Angegriffene sind nur knapp mit dem Leben davongekommen“, fügte sie hinzu.
Bundesanwaltschaft schaltet sich nach Angriff in Bielefeld ein – Verdacht auf religiösen Hintergrund
Update 20. Mai, 18.21 Uhr: Im Fall des blutigen Angriffs mit einem Messer und einem „speerähnlichen Gegenstand“ auf mindestens vier Menschen vor einer Bar in Bielefeld hat nun die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Dies sei „wegen der besonderen Bedeutung des Falles“ geschehen, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Gegen den 35-jährigen Mahmoud M. bestehe der dringende Verdacht des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung.
Weiter teilt die Bundesanwaltschaft mit, dass dem Tatverdächtigen zur Last gelegt werde, „am frühen Morgen des 18. Mai 2025 vor einem Lokal in Bielefeld mit Messern gezielt auf Gäste eingestochen und dabei vier Personen lebensgefährlich verletzt zu haben. Es besteht der Verdacht, dass die Tat religiös motiviert war und als Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung zu verstehen ist.“ Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden vom Polizeipräsidium Bielefeld fortgeführt.
Angriff in Bielefeld: Tatverdächtiger soll mit „speerähnlichem Gegenstand“ zugestochen haben
Update 20. Mai, 16.14 Uhr: Dem 35-Jährigen, der am Sonntag mehrere Menschen vor einer Bar in Bielefeld verletzt hat, wurde inzwischen ein Untersuchungshaftbefehl verkündet. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagnachmittag mit. „Gegen den Beschuldigten besteht der dringende Tatverdacht, heimtückisch in Tötungsabsicht auf mindestens vier Personen mittels eines Messers und eines speerähnlichen Gegenstandes eingestochen und dabei erhebliche Stichverletzungen bei den Opfern herbeigeführt zu haben“, heißt es weiter.
Die Ermittlungen würden noch immer andauern, auch hinsichtlich des Motivs. Laut Informationen aus Sicherheitskreisen gehen die Ermittler unter anderem Hinweisen auf Kontakte des Tatverdächtigen in die islamistische Szene nach. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll der 35-Jährige Kontakt zu polizeibekannten Gefährdern gepflegt haben, darunter sei auch ein Islamist aus dem Kreis Gütersloh. Die Polizei soll entsprechende Telefonnummern im Zimmer des Tatverdächtigen in der kommunalen Asylunterkunft in Harsewinkel gefunden haben. Der Mitbewohner habe gegenüber Bild angedeutet, dass sich der 35-Jährige radikalisiert habe.
Festnahme nach Messerangriff in Bielefeld: So lief der SEK-Einsatz ab
Update 20. Mai, 9.58 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft Bielefeld haben in einer gemeinsamen Erklärung weitere Details zum Tatverdächtigen und dessen Festnahme nach dem Messerangriff in Bielefeld mitgeteilt. Es gibt Einblicke in den SEK-Einsatz.
Zeugenhinweise hätten demnach die Ermittler auf die Spur des Tatverdächtigen gebracht. „Polizisten des Spezialeinsatzkommandos durchsuchten in Heiligenhaus mehrere Objekte. Dabei konnte eine männliche Person am 19. Mai 2025 gegen 23 Uhr festgenommen werden“, heißt es. Der Tatverdächtige habe demnach bei der Festnahme „Widerstand“ geleistet und sei „dabei leicht verletzt“ worden. Was das genau bedeutet, bleibt unklar.
Im Laufe des heutigen Dienstags, 20. Mai, soll der 35-jährige gebürtige Syrer aus Harsewinkel dem Haftrichter vorgeführt werden. „Die Polizei Bielefeld bedankt sich bei der Bevölkerung für die Unterstützung zur Ergreifung des Tatverdächtigen“, erklären Polizei und Staatsanwaltschaft.
Messerangriff in Bielefeld: Weitere Details zum mutmaßlichen Täter bekannt
Update 20. Mai, 7.59 Uhr: Nach dem Angriff eines Mannes auf mindestens fünf Menschen in Bielefeld steht das Tatmotiv im Fokus. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen gehen die Ermittler unter anderem auch Hinweisen auf Kontakte des Tatverdächtigen in die islamistische Szene nach. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Die Ermittler hofften, im Laufe des Tages neue Erkenntnisse zur Motivlage zu erlangen. Eventuell schaue sich auch der Generalbundesanwalt den Fall an, hieß es in Sicherheitskreisen weiter.
Update 20. Mai, 6.38 Uhr: Die Ermittler sind noch immer dabei, das genaue Motiv für die blutige Messerattacke herauszufinden. Der als dringend tatverdächtig geltende Mann, der am späten Montagabend im Rahmen eines SEK-Einsatzes festgenommen worden war, soll mutmaßlich ein Anhänger des IS sein – ein islamistischer Anschlag gilt weiterhin nicht als ausgeschlossen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld bekräftigte in der Nacht, dass in „alle Richtungen“ ermittelt werde. Möglicherweise werde man sich im Laufe des Tages näher äußern.
Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich offenbar um einen syrischen Staatsbürger, der sich erst vor kurzem radikalisiert haben könnte. Nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) war der tatverdächtige Syrer über die Türkei nach Europa eingereist. Im Dezember 2023 stellte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ihm einen befristeten Schutzstatus aus, nachdem der Mann in Deutschland einen Asylantrag gestellt hatte.
Nach Messerattacke vor Bar in Bielefeld: Polizei fasst mutmaßlichen Täter
Update 19. Mai, 23.51 Uhr: Nach dem Angriff eines Mannes auf mindestens fünf Menschen in Bielefeld ist ein Tatverdächtiger in Heiligenhaus bei Düsseldorf festgenommen worden. Bei dem Festgenommen handelt es sich mit an „Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ um den gesuchten Hauptverdächtigen, wie ein Sprecher der Polizei auf dpa-Anfrage mitteilte.
Update 19. Mai, 23 Uhr: Die Deutsche Presse-Agentur berichtet von einem Polizeieinsatz am Montagabend im Zusammenhang mit der Tat in Bielefeld. Es habe einen SEK-Einsatz in Heiligenhaus bei Düsseldorf gegeben, bestätigte ein Sprecher der Polizei. Zudem habe es in dem Zusammenhang bereits einen weiteren Einsatz im benachbarten Velbert gegeben. Weitere Details, insbesondere zur möglichen Festnahme eines Tatverdächtigen, nannte der Sprecher nicht.
„Wahllos Menschen angegriffen“: Polizei sucht mit Fotos nach dem Täter von Bielefeld
Update 19. Mai, 21 Uhr: „Wir wissen, was da vor Ort passiert ist und wir wissen, wer er ist, aber mehr auch nicht. Die Motivlage kann man eigentlich erst dann abschließend ermitteln, wenn man auch zusätzliche Unterlagen hat oder mit dem Beschuldigten auch ein Gespräch geführt hat auf Deutsch“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag. Der Tatverdächtige ist noch immer auf der Flucht, die Polizei warnt davor, den 35-Jährigen anzusprechen, da er möglicherweise bewaffnet sei.
Am Sonntag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft erklärt, dass das Motiv des Mannes, der mehrere Menschen vor einer Bar in Bielefeld teils lebensgefährlich verletzt, noch unklar sei. Nach aktuellem Erkenntnisstand habe er jedoch „wahllos Menschen angegriffen“. „Es wird derzeit mit Hochdruck in alle Richtungen ermittelt.“
Blutiger Angriff vor Bar in Bielefeld: „Das Wichtigste ist jetzt, ihn zu finden“
Update 19. Mai, 15.01 Uhr: Der Tatverdächtige ist noch immer auf der Flucht. „Das Wichtigste ist jetzt, ihn zu finden“, äußert sich NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zu den Ermittlungen. Das Motiv könne man erst ermitteln, wenn man zusätzliche Unterlagen hat oder mit dem Beschuldigten ein Gespräch führt, so Reul.
Update 19. Mai, 9.06 Uhr: Nach dem Angriff auf mehrere Feiernde vor einer Bar in Bielefeld gibt es eine erste positive Nachricht. „Alle Schwerverletzten sind außer Lebensgefahr“, teilt Polizeisprecherin Katja Küster am Montagmorgen, 19. Mai, auf Anfrage von wa.de mit. Die Fahndung nach dem Täter – einem 35-jährigen Mann mit syrischer Staatsangehörigkeit – laufe weiter auf Hochtouren.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befinde sich Mahmoud M. seit August 2023 in Deutschland. Er verfüge über eine befristete Aufenthaltserlaubnis und sei bisher nicht polizeilich in Erscheinung getreten, so die Polizeisprecherin.
„Es ist unsere Prio 1 den Täter zu finden“, so Küster. Dazu appelliert die Polizei Bielefeld noch einmal an die Bevölkerung, Foto und Beschreibung von Mahmoud M. zu teilen und sich bei jedem Hinweis zu melden. „Lieber einmal zu viel melden, als einmal zu wenig.“ Dazu hat die Polizei ein Hinweisportal eingerichtet. Hinweise nimmt die Polizei auch über ein Hinweistelefon entgegen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0800/8070110 zu melden.
Weiter gelte aber auch die Warnung zur Vorsicht. Wer ihn sieht, soll ihn nicht ansprechen, denn der Gesuchte könnte bewaffnet sein.
Update 18. Mai, 18.16 Uhr: Die Polizei hat neue Erkenntnisse zu dem versuchten Tötungsdelikt in Bielefeld veröffentlicht. Demnach handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den 35-jährigen Mahmoud M. aus Harsewinkel, der ursprünglich aus Syrien stammt. In Harsewinkel habe es bereits Durchsuchungen gegeben, diese konnten jedoch nicht zur Festnahme des Mannes führen. Zur Suche nach dem Tatverdächtigen hat die Polizei Fotos und weitere Angaben veröffentlicht.
Nach aktuellem Ermittlungsstand habe der Tatverdächtige am Tatort eine Tasche mit Personaldokumenten und einer Flasche mit einer Flüssigkeit, die nach Benzin riecht, hinterlassen.
Mehrere Menschen vor Bar in Bielefeld verletzt – Polizei veröffentlicht Foto vom Täter
Nach derzeitigem Stand seien unter den mindesten fünf verletzten Personen vier Schwerverletzte. Eine von ihnen schwebe sogar in Lebensgefahr, berichten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung. Unter den Verletzten sind ein 22-Jähriger und eine 26-Jährige aus dem Kreis Gütersloh sowie ein 24-Jähriger, 26-Jähriger und 27-Jähriger aus Bielefeld.
Update 18. Mai, 15.10 Uhr: Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich bei den Verletzten um sogenannte Problemfans aus der Fußball-Szene in Bielefeld. Sie sollen sich mit Schlägen gegen den Täter zur Wehr gesetzt haben. Mehrere Medien berichten zudem, dass die Polizei die Tat intern als Anschlag einstufe. Die Polizei bestätigte das auf Anfrage von wa.de nicht. „Stand jetzt liegen keine Hinweise auf eine politisch motivierte Tat vor“, sagte eine Sprecherin.
Mehrere Menschen vor Bar in NRW verletzt – Polizei warnt vor Täter: „Bitte halten Sie Abstand“
Update 18. Mai, 14.58 Uhr: Nach dem Angriff mit einem spitzen Gegenstand auf mehrere Personen vor einer Bar in Bielefeld ist der Täter noch auf der Flucht. Fünf Menschen wurden dabei verletzt. Eine Polizeisprecherin sagte auf Anfrage von wa.de, dass man „aus ermittlungstaktischen Hintergründen“ noch keine Einzelheiten zum mutmaßlichen Täter bekanntgeben könne. Es werde „in alle Richtungen ermittelt“.
Erstmeldung vom 18. Mai 2025, 12.30 Uhr: Bielefeld – Ein Unbekannter hat in der Nacht auf Sonntag (18. Mai) mehrere Personen vor einer Bar in der Bielefelder Innenstadt teils schwer verletzt. Eine Mordkommission ermittelt. Die Polizei bittet um Hinweise, warnt jedoch auch vor dem Mann – er könnte bewaffnet sein.
Mann verletzt mehrere Menschen mit unbekannter Waffe und flieht
Gegen 4.20 Uhr wurde die Polizei in Bielefeld zu einem Einsatz in der nördlichen Innenstadt gerufen. Eine größere Personengruppe hatte dort vor einer Bar gefeiert, als ein unbekannter Mann an die Gruppe herantrat und mehrere Personen mit einem scharfen Gegenstand verletzte, so die ersten Erkenntnisse der Polizei. Der Täter flüchtete.
Bei dem Angriff wurden nach ersten Informationen von Polizei und Staatsanwaltschaft fünf Menschen verletzt – drei davon schwer. Sie mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Personen verletzt wurden, heißt es in einer Mitteilung.
Die Polizei Bielefeld konnte vor Ort Messer sicherstellen. Es könne trotzdem nicht ausgeschlossen werden, dass der flüchtige Tatverdächtige bewaffnet ist, so die Polizei.
Die Mordkommission „Kurfürst“ hat die Ermittlungen aufgenommen und Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Sie bittet die Bevölkerung um Hilfe. Zeugen der Tat werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden und gegebenenfalls vorhandenes Foto- und Videomaterial zur Verfügung zu stellen. Dazu hat die Polizei ein Hinweisportal eingerichtet. Hinweise nimmt die Polizei auch über ein Hinweistelefon entgegen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0800-8070110 zu melden.
Der Täter wird wie folgt beschrieben:
- Größe: 165 cm
- südländischer Phänotyp
- mollige Statur, zumindest im Bauchbereich
- schwarzer Vollbart
- 30 bis 35 Jahre alt
- Kleidung: schwarze Oberbekleidung, Basecap auf dem Kopf, weißes T-Shirt, blaue oder schwarze Northface-Jacke
- Besonderheiten: Person hat vermutlich Gesichtsverletzungen
- Person ist vermutlich bewaffnet
Polizei warnte: Täter möglicherweise bewaffnet
Wer dem Tatverdächtigen begegnet, wird gebeten, umgehend den Notruf der Polizei über 110 zu verständigen und keinen Kontakt mit ihm aufzunehmen: „Bitte halten Sie Abstand und bringen sich nicht selbst in Gefahr. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Person bewaffnet ist.“
Am Samstagmittag waren Polizei und Rettungskräfte in Dortmund mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ein Mann war auf einer Baustelle verstorben.
Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa


