Was sich für Kunden ändert
Westlotto investiert Millionensumme für Neuerung in den Annahmestellen
Viele geben ihren Lottoschein in Annahmestellen ab. Nun plant Westlotto eine Neuerung – und investiert dafür eine millionenschwere Summe.
Hamm - Lotto zählt zu den beliebtesten Glücksspielen in Deutschland. Viele Menschen träumen davon, sechs Richtige auf ihrem Spielschein zu haben und so richtig abzuräumen. Gespielt werden kann online – oder ganz klassisch mit einem Tippschein, den man in einer Annahmestelle abgibt. Nun plant Westlotto mit Sitz in Münster die Modernisierung der Annahmestellen in NRW. Investiert werden sollen dafür 50 Millionen Euro.
Westlotto investiert 50 Millionen in Modernisierung von Annahmestellen
Eine Umfrage von Westlotto aus dem Jahr 2021 ergab, dass fast 90 Prozent der Kunden gerne in die Annahmestellen gehen. Besonders geschätzt sei hierbei die Fachkompetenz des Personals sowie der Service vor Ort. „Die Westlotto-Produkte werden zwar sehr gerne online und per App gespielt, aber die traditionellen Annahmestellen sind und bleiben das wichtigste persönliche Bindeglied zwischen Westlotto und seinen Tipperinnen und Tippern“, heißt es in der Mitteilung.
Laut Angabe von Westlotto verfügt NRW über 3.100 Annahmestellen. Und diese sollen nun modernisiert werden. Unter anderem, um den stationären Handel zu stärken. „Unsere Annahmestellen bieten täglich ein sicheres und komfortables Spielerlebnis. Deshalb möchten wir sie nachhaltig fit für die Zukunft machen“, wird Westlotto-Geschäftsführer Andreas Kötter in einer Mitteilung zitiert.
Modernisierung bietet attraktives Spielerlebnis für Online-Spieler
Die Annahmestellen in NRW sind laut Robin Funke, Referent Public Affairs von Westlotto, mehr als reine „Spielscheinabwicklungsstellen“. Entwickelt wurde das neue Projekt von Westlotto zusammen mit Annahmestellenbesitzern und Fachleuten. Funke bezeichnet die Annahmestellen als feste Treffpunkte und Lieblingslädchen, die die Innenstädte und Dörfer beleben. Das Programm und die Modernisierung der Annahmestellen vereint laut Funke die beiden starken Kanäle, digital und stationär, stärker miteinander.
Somit werde mit einer Modernisierung auch Online-Spielern ein attraktives Spielerlebnis in den Annahmestellen geboten. „Über digitale Lösungen wie das Servicetablet vereinen wir stärker ein digitales und analoges Angebot und verbessern das Spielerlebnis“, so Funke.
Modernisierung von Lotto-Annahmestellen: Wann läuft der Prozess?
Das neue Programm von Westlotto umfasst drei Säulen, die sich auf die Vergütung, Kundenansprache und den Ladenbau beziehen. „Im bereits laufenden Prozess des Mehrwert-Programms wurde die Zusatzprovision auf 0,45 Prozent netto – vorher waren es 0,2 Prozent – je Spieleinsatz mit einer Kundenkarte erhöht. So erhalten Annahmestellen seit 2021 sieben Prozent Netto-Provision bei Spielaufträgen mit der Westlotto-Kundenkarte“, sagt Funke im Gespräch mit wa.de.
Für Ende Juli 2023 sei der nächste Schritt in der Kundenansprache geplant. „In enger Zusammenarbeit mit Westlotto erhalten die Annahmestellen professionelle Unternehmensprofile in den gängigen Suchmaschinen und Navigationssystemen“, so Funke.
Nach einer erfolgreichen Testphase beginne dann der Rollout eines neuen digitalisierten Ladenbaudesigns für Ende 2023. Dieser laufe dann Schritt für Schritt bis 2026.
Was ändert sich für Lotto-Tipper in NRW?
Die klassisch gedruckte Spielquittung werde es laut Westlotto weiterhin geben. Doch: Zahlreiche Spielprozesse in der Annahmestelle werden für Tipper digitalisiert. Außerdem ersetzen digitale Flächen analoge Plakate. Westlotto setzt zudem auf ein nachhaltiges und energieeffizientes Mobiliar in den Annahmestellen.
Zahlreiche Lotto-Gewinne gingen bereit im ersten Halbjahr des Jahres nach NRW und machten Spieler zu Millionären. Aus diesen Regionen kommen die meisten Lottogewinner.
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