Großes Loch am Eingang
Großes Loch klafft im Bunker – Polizei-Einsatz an Lost Place in Dortmund
Unbekannte haben sich offenbar Zugang zum verlassenen Bunkerhotel an der B1 in Dortmund verschafft. Ein großes Loch ruft Polizei und Feuerwehr auf den Plan.
Dortmund - Am Montagmittag, 12. Februar, sind Polizei und Feuerwehr zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz ausgerückt: Unbekannte hatten den zugemauerten Eingang des ehemaligen Bunkerhotels an der B1 in Dortmund (NRW) geöffnet und sich vermutlich auch Zutritt zur Anlage verschafft.
Bekannter „Lost-Place“: Unbekannte dringen in verlassenes Bunkerhotel in Dortmund ein
Die Polizei war einem Hinweis nachgekommen, nachdem ein großes „nicht übersehbares“ Loch am zugemauerten Eingang vorgefunden wurde, so ein Sprecher der Polizei gegenüber wa.de. Auch die Flügeltür zum Bunker sei offenbar durch unberechtigte Personen geöffnet worden.
Feuerwehr und Polizei erkundeten gemeinsam mit dem Tiefbauamt den Bunker, fanden zum Zeitpunkt des Einsatzes aber niemanden vor, sodass der Bunker wieder verschlossen werden sollte. Eine zuständige Person ließ sich allerdings nicht finden – der Hausmeister der Westfalenhalle wurde schließlich beauftragt, den Bunker wieder zu verschließen.
„Schon seit Jahrzehnten bekannt“: Bunkerhotel an den Westfalenhallen direkt an der B1
Ob sich möglicherweise Obdachlose oder gar Lost-Place-Besucher in der Anlage aufgehalten haben, ist derzeit noch unklar. „Dass es den Bunker gibt, ist schon seit Jahrzehnten bekannt. Besonders die Lost-Place-Szene weiß über die Anlage Bescheid“, bestätigt ein Sprecher der Polizei Dortmund auf Nachfrage von wa.de.
Immer häufiger dringen Menschen in verlassene Gebäude ein, um diese zu erkunden und Bilder zu machen. Das Betreten Lost Places, von denen es in NRW einige gibt, ist ohne Zustimmung der Eigentümer jedoch verboten.
Noch etwas dürfte in Dortmund in nächster Zeit für Aufsehen sorgen: Ein Propeller-Flugzeug wird in den Februar-Nächten über Dortmund fliegen. Bei den Rundflügen werden Bilder der Stadt gemacht.
Rubriklistenbild: © Markus Wüllner
