Polizei schließt Fremdverschulden aus
Toter im Teich: Obduktion soll offene Fragen klären
[Update] Hamm - Grausiger Fund am Nordring-Teich: Ein Passant entdeckte am Samstagvormittag eine auf dem Wasser treibende Leiche. Die Polizei schloss Fremdverschulden aus. Eine Obduktion soll offene Fragen klären.
Gegen 11 Uhr am Samstagmorgen waren Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte am Nordring-Teich im Einsatz, sicherten den Fundort und transportierten die Leiche ab. Die Person sei identifiziert, teilte die Polizei mit. Es handelt sich um einen 51-jährigen Deutsch-Russen mit zwei Staatsangehörigkeiten. Der Name liege vor.
Ein Fremdverschulden schlossen die Beamten aus. Zu Details machte die Polizei kaum Angaben. Ob der Mann alkoholisiert war und was die genauen Todesumstände waren, müssten eine Obduktion und die Untersuchung des Bluts ergeben. Mit Ergebnissen sei nicht vor nächster Woche zu rechnen, hieß es am Samstagabend.
Der letzte Wohnort des Toten war am Sonntag noch ungeklärt. Ebenfalls, ob es sich bei der Person um einen Angehörigen der Gruppen am Nordring handelt, die sich dort regelmäßig aufhalten
Nach dem Leichenfund hatten Nutzer in sozialen Netzwerken zunächst darüber spekuliert, ob es sich bei dem Mann um den seit mehr als einem Jahr vermissten Hammer Patrick Raven handelt.
Die Polizei entkräftete diese Mutmaßungen aber bereits am Samstagmittag, denn ihr lägen die Personalien der gefundenen Person vor. Der damals 37-Jährige Patrick Raven wurde zuletzt am 15. Dezember 2017 gesehen. Im Hammer Norden verließ er die Wohnung einer Bekannten, ohne Gepäck oder anderes Hab und Gut bei sich zu haben. Wohin sein Weg führte, ist unklar. Große Suchaktionen längs der Lippe blieben ohne Ergebnis.
Weitere Fälle am Nordring-Teich
Der aktuelle Fall ist nicht der erste Todesfall in der Nordring-Parkanlage. 2015 fiel ein 56-jähriger Hammer in den Teich und ertrank. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es auch damals nicht. Auch ein Jahr zuvor war ein damals 52-jähriger Mann in den Teich gefallen. Feuerwehrkräfte und Notarzt hatten ihn erfolgreich wiederbeleben können.

