Plötzliche Wende

Bizarres Wetter in NRW – Trend-Prognose bis Mitte Dezember lässt aufhorchen

Ungewöhnlich milde Atlantikluft strömt nach Deutschland. In NRW sorgt das für bizarres Wetter mitten im Dezember. Und auch die Prognose für die nächsten Tage lässt aufhorchen.

Hamm - Schneeflöckchen, Weißröckchen – wann kommst du geschneit? Diese Frage stellen sich in diesen Tagen wohl viele Winter-Fans. Nachdem es im November bereits einen kleinen Wintereinbruch in NRW gegeben hatte und auch der Dezember zunächst frostig kalt gestartet war, sind die Temperaturen am zweiten Adventswochenende immer weiter nach oben geklettert. Keine Spur von Frau Holle, das Wetter erinnert eher an Frühling oder Herbst.

Regenschirm statt Mütze und Schal werden aktuell auf den Weihnachtsmärkten in NRW eher benötigt.

„Bei Tiefdruckeinfluss gelangt mit einer südwestlichen Strömung ungewöhnlich milde Atlantikluft nach Deutschland und gestaltet das Wetter unbeständig“, lautet die Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Für NRW bedeutet das: Am Montag, 8. Dezember, kletterten die Temperaturen mancherorts auf bis zu 16 Grad, selbst im Bergland waren 9 bis 13 Grad drin – keine guten Aussichten für Wintersportfans.

Irre Wetter-Wende in NRW – Trend-Prognose für Mitte Dezemeber lässt aufhorchen

Dazu gab und gibt es immer wieder Schauer. Auch in der Nacht kühlt es sich kaum ab, mancherorts sinken die Temperaturen nicht einmal unter 10 Grad. Noch bis einschließlich Donnerstag liegen die Höchstwerte in NRW tagsüber im zweistelligen Bereich. Erst in der Nacht zu Freitag, vor dem dritten Adventswochenende, scheinen die Temperaturen etwas abzufallen – wenn auch nicht in den Frostbereich.

Denn der 10-Tage-Trend des DWD für Düsseldorf lässt aufhorchen. Demnach bleiben die Temperaturen bis Mitte Dezember im Plus-Bereich, steigen teilweise immer wieder über 10 Grad. Dazu kann es laut Trend-Prognose auch jeden Tag nass werden. Kein Winter in Sicht – vorerst zumindest. Denn immer wieder betonen Meteorologen, dass Prognosen, die Tage im Voraus getroffen werden, nicht verlässlich sind. Und so muss auch der 10-Tage-Trend mit Vorsicht genossen werden.

Frühling mitten im Dezember: Meteorologen erklären, wieso

Wieso es derzeit so mild, ja fast schon warm in NRW ist, hat einen Grund, erklären die Meteorologen von Wetteronline. Warmluft-Advektion ist schuld an den ungewöhnlich hohen Temperaturen. „Dabei schiebt Wind warme Luftmassen in kühlere Regionen. Genau das ist gerade bei uns passiert: Milde Luft aus Südwesteuropa hat die vorher wetterbestimmende Frühwinterluft nach Osteuropa zurückgedrängt“, so die Wetter-Experten.

Die Advektion sorge dafür, dass sich die Temperaturen großräumig ändern. „Luftmassen werden horizontal herangeführt, wodurch sich Temperaturen schnell ändern können. Das Gegenteil ist ein Temperaturwechsel ohne Luftaustausch, etwa durch nächtliches Abkühlen oder Sonneneinstrahlung“, so Wetteronline.

Rubriklistenbild: © Roberto Pfeil/dpa

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