Anpassungen der Beiträge
Kfz-Haftpflicht wird teurer – viele Autofahrer in NRW müssen mehr zahlen
In NRW ändern sich ab 2024 wieder die Beiträge der Kfz-Versicherung. Sowohl bei der Haftpflicht als auch bei der Kaskoversicherung müssen viele mehr zahlen.
Hamm – Als Autofahrer kommt man nicht ohne sie aus: die Kfz-Haftpflichtversicherung. Je nach Region unterscheiden sich jedoch die Beiträge. Nun hat die Versicherungswirtschaft die dafür ausschlaggebenden Regionalklassen in NRW aktualisiert. In manchen Städten müssen Autofahrer bald höhere Beiträge bei der Kfz-Haftpflicht bezahlen. Ein Überblick.
Änderungen bei Kfz-Haftpflicht: NRW-Autofahrer in vier Bezirken müssen mehr zahlen
Die Regionalklassen für Kfz-Haftpflichtversicherung werden einmal im Jahr von den Versicherern angepasst. Für viele der 9,1 Millionen Autofahrerinnen und Autofahrer in NRW ändert sich mit der diesjährigen Aktualisierung der Regionalklassen bei der Kfz-Haftpflicht einiges. Zwar bleiben laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in 49 von 53 Zulassungsbezirken in NRW die Beiträge für die Kfz-Haftpflicht bei denen des Vorjahres. Für immerhin rund 620.000 Autofahrer gelten zukünftig jedoch höhere Regionalklassen. Betroffen davon sind Autofahrer in Coesfeld, Heinsberg, Olpe und im Rhein-Erft-Kreis. Dort könnte die Kfz-Versicherung 2024 teurer werden.
Hier könnte die Kfz-Haftpflichtversicherung bald teurer werden
► Coesfeld
► Heinsberg
► Olpe
► Rhein-Erft-Kreis
Kfz-Haftpflicht: Vier NRW-Städte in zweithöchster Regionalklasse – Essen mit höchster Schadensbilanz
In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es zwölf Regionalklassen. Diese sollen das Risiko eines Schadens in einer bestimmten Region abbilden. Bislang gilt in keiner NRW-Stadt die höchste Klasse zwölf. Mit Essen, Gelsenkirchen, Wuppertal und Remscheid wurden allerdings gleich vier Städte in die zweithöchste Regionalklasse elf eingestuft. Der Kreis Höxter hat NRW-weit die beste und einzige Einstufung in Klasse drei. Die landesweit schlechteste Schadensbilanz gibt es laut GDV in Essen. Bundesweit die schlechteste Schadensbilanz hat wie schon in den Vorjahren Berlin. Dort liegen laut GDV die Schäden fast 40 Prozent über dem Schnitt.
So funktionieren die Regionalklassen
Regionalklassen sollen das Risiko eines Schadens in einer bestimmten Region abbilden und Bezirke mit ähnlichen Schadenbilanzen bündeln. Maßgeblich ist der Wohnort des Halters, nicht der Ort des Schadens. Für die Höhe der Versicherungsprämie spielen unter anderem auch das Fahreralter, die Typklasse des Autos oder die jährliche Kilometerleistung eine Rolle.
Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungsunternehmen zunächst einmal unverbindlich, wird jedoch von den meisten Unternehmen bei der Berechnung der Tarife herangezogen. Laut GDV gilt: „Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus.“
GDV: Mehr Veränderungen bei den Kaskoversicherungen
Etwas mehr Änderungen als bei den Kfz-Haftpflichtversicherungen gibt es laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft bei den Kaskoversicherungen. Demnach rutschten von den circa 8,2 Millionen Kaskoversicherten rund 600.000 in eine höhere Klasse. Rund 800.000 Kaskoversicherte werden dagegen nun in einer günstigeren Klasse gelistet. (jr)
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