Ausflugsziel

In der Nähe eines Fachwerkdorfes erheben sich riesige Vulkanfelsen aus der Erde

Schon vom Fachwerkdorf Bruchhausen aus sind die vier Vulkanfelsen deutlich sichtbar.
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Schon vom Fachwerkdorf Bruchhausen aus sind die vier Vulkanfelsen deutlich sichtbar.

Eine malerische Kulisse, ein Dorf mit Fachwerkhäusern und vier ungewöhnliche Felsen auf einem Berg – ein kleiner Ort im Sauerland verbindet all das.

Olsberg-Bruchhausen – Es ist eine Aussicht wie aus dem Märchenbuch: Im Dorf Bruchhausen reihen sich Fachwerkhäuser dicht an dicht aneinander und im Hintergrund zeichnet sich die Silhouette des Istenbergs ab. Die hat eine recht ungewöhnliche Form, denn auf dem Berg im Sauerland thronen gleich vier ganz besondere Felsen.

Die Namen der Bruchhauser Steine sind Bornstein, Feldstein, Goldstein und Ravenstein. Der einzige Fels, den Besucher begehen können, ist der Feldstein, wie die Stiftung Bruchhauser Steine auf ihrer Website informiert. Sein Gipfel liegt in 756 Metern Höhe. „Der Aufstieg ist durch eine in den Stein gearbeitete Treppe mit Absicherung gut zugänglich“, heißt es. Auf festes Schuhwerk sollten Besucher aber dennoch nicht verzichten. Ausflügler starten ihre Reise im Informationscenter, das direkt am Besucherparkplatz liegt. Im Rahmen einer archäologischen Ausstellung können Besucher dort zudem mehr über die Geschichte dieses Naturmonuments erfahren.

Die Vulkansteine gibt es schon seit etwa 370  Millionen Jahren

Und die hat es in sich: Die Felsen gibt es nämlich schon seit circa 370  Millionen Jahren. Damals lag das Sauerland noch unter Wasser – und auf dem Grund dieses Meeres kam es zum Vulkanausbruch. „Flüssige Lava drang aus dem Erdinneren und erkaltete zu sehr hartem Quarzporphyr – einem Gestein, das sehr viel widerstandsfähiger war als der umgebende typische Tonschiefer des Sauerlandes“, schreibt die Stiftung Bruchhauser Steine.

Der Feldstein ist zwar der niedrigste der vier Vulkanfelsen, liegt aber trotzdem am höchsten Punkt des Istenbergs.

100 Millionen Jahre später wurde die Erdkruste zusammengeschoben und der Tonschiefer, der dadurch das verhärtete Lavagestein umgeben hatte, wurde im Laufe der nächsten Jahre nach und nach abgetragen. Übrig blieben nur die Vulkanfelsen, die bis heute über Bruchhausen thronen.

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Anstieg ist zwar schön, hat es aber „wirklich in sich“

Laut einigen Besuchern auf Tripadvisor ist die Wanderung zu den Bruchhauser Steinen zwar ein echtes Muss, aber auch nicht ganz ohne. „Man ist mitten in der Natur und ist auf den Wegen teilweise ganz alleine unterwegs. Auf einen der Felsen kann man hinauf klettern, wobei klettern wörtlich gemeint ist, mit kurzen Beinen wird es eine richtige Herausforderung, wenn man ungeübt ist. Festes Schuhwerk ist ein absolutes Muss“, schreibt ein Nutzer. „Der Aufstieg hat es teilweise wirklich in sich, aber oben angekommen wird man mit einem tollen Blick belohnt“, schreibt ein anderer Besucher.

Von April bis Oktober ist die Sehenswürdigkeit immer dienstags bis sonntags geöffnet, von November bis März nur am Wochenende.

Auch auf dem Fahrrad können Menschen die Region bereisen: Einer der beliebtesten Radwege Deutschlands verläuft unter anderem durchs Sauerland. Aber auch andernorts gibt es besuchenswerte Ausflugsziele, wie zum Beispiel die Atta-Höhle in Attendorn.

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