Todkrank ausgesetzt

Hanni ertrug unvorstellbare Schmerzen: „Wie kann man nur so lange zuschauen?“

Eine vermeintlich trächtige Katze wurde von ihren Eigentümern verstoßen. Beim Tierarzt wurde eine erschreckende Entdeckung gemacht – der aufgeblähte Bauch war auf eine weit schlimmere Ursache zurückzuführen.

Hagen – Die Geschichte von Katze Hanni sorgt bei Tierfreunden in Hagen für Entsetzen. Die Fellnase wurde von ihren Besitzern scheinbar hochträchtig ausgesetzt, beim Tierarzt stellte sich dann jedoch heraus, Hanni war gar nicht schwanger.

Katze Hanni musste furchtbare Qualen erleiden

„Man ging davon aus, dass die Geburt bald bevorstand. Am folgenden Tag entdeckten man Blut in ihrem Bettchen. Daraufhin beschlossen wir, sofort zum Tierarzt zu fahren“, schreibt der Tierschutzverein Hagen und Umgebung auf seiner Facebookseite. Beim Tierarzt angekommen, sollte ein Kaiserschnitt gemacht werden. Dort war dann jedoch die Überraschung groß.

Katzendame Hanni musste furchtbare Qualen erleiden. Nach einer Not-Op sucht sie jetzt ein neues Zuhause.

Denn: Hanni war nicht trächtig. Ihre Gebärmutter war stark verändert, schlimm entzündet, voller Zysten und komplett verwachsen. „Wie lange musste Hanni schon solche Qualen erlitten haben und sich vor lauter Schmerzen fast den Bauch frei geleckt haben? Es war Rettung in letzter Sekunde“, sind sich die Tierschützer sicher.

Mit einer Not-Operation konnte der Tierarzt Hanni retten. Mittlerweile hat sich die kleine Fellnase erholt und „freut sich, keine Schmerzen mehr zu haben und keinen extrem dicken Bauch mehr zu haben“, so die Tierschützer. Da Hanni „nicht mehr ganz jung“ ist, braucht sie auch noch eine Zahnsanierung.

Spenden für die hohen Behandlungskosten benötigt

Beide Eingriffe zusammen kosten die Tierschützer rund 2500 Euro. „Und es kommen noch weiter Kosten für die Nachsorge dazu“, schreibt der Tierschutzverein Hagen und Umgebung. Um die Kosten tragen zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen.

Hanni wurde scheinbar hochträchtig ausgesetzt. Beim Tierarzt stellte sich dann jedoch heraus, dass sich in ihrer Gebärmutter gar keine Kitten befanden.

Trotz der hohen Kosten wollen die Tierschützer nicht aufgeben: „Wir werden alles für Hanni tun und ihr anschließend ein schönes Zuhause suchen.“ Sie sei eine sehr liebevolle und verschmuste Katze und habe definitiv ein Heim verdient, in dem man sich gut um sie kümmert.

Neues Zuhause für Katze Hanni gesucht

Für Hannis Vorbesitzer haben die Tierschützer weniger freundliche Worte: „Wie kann man nur so lange zuschauen, ohne dem Tier zu helfen und sie dann einfach aussetzen und anderen dann Verantwortung und Kosten überlassen?“ Sie sind sich sicher: „Diejenigen hätten sie jetzt auf dem Gewissen, wenn wir nicht so schnell gehandelt hätten.“

Nachdem alle notwendigen Behandlungen abgeschlossen sind, soll Hanni ein neues, liebevolles Zuhause bekommen. Wer Interesse an der kleinen Fellnase hat, kann sich beim Tierschutzverein Hagen und Umgebung melden.

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Rubriklistenbild: © Tierschutzverein Hagen und Umgebung

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