„Sicherheit für Gäste nicht gegeben“
Wegen Sicherheitsbedenken: Größtes Freibad in Dortmund bleibt das ganze Jahr geschlossen
Das Freibad Hardenberg in Dortmund bleibt 2024 wegen starken Schäden geschlossen. Die Betreiber können die Sicherheit der Badegäste nicht gewährleisten.
Dortmund – Fans des traditionsreichen Freibads Hardenberg müssen sich im Sommer nach einer Alternative umschauen. Das größte Freibad Dortmunds (NRW) bleibt 2024 geschlossen. Das teilen die Betreiber von der Sportwelt Dortmund am Ostermontag (1. April) mit. Die Schäden in dem beliebten Schwimmbad seien zu weitreichend. Selbst die Sicherheit für die Badegäste in dem fast 100 Jahre alten Freibad könne bei einem Weiterbetrieb nicht mehr gewährleistet werden.
Freibad Hardenberg in Dortmund bleibt 2024 wegen Schäden geschlossen
Neueste Begutachtungen hatten das Aus für die Saison 2024 im Dortmunder Freibad Hardenberg besiegelt. In der Anlage im Stadtteil Deusen seien zwei wesentliche Schadensbilder erkennbar gewesen, erklären die Betreiber: Zum einen seien Fliesen um den gesamten Beckenkopf herum weggebrochen. Aber auch die jahrelange Feuchtigkeit hat offenbar Spuren hinterlassen, und dem Betonuntergrund seine Tragfähigkeit genommen. Ein ähnliches Problem hatte auch ein beliebtes Schwimmbad in Oberhausen – und musste schließen.
In den vergangenen Jahren hatten es die Verantwortlichen aus Dortmund bereits mit Reparaturmaßnahmen versucht. Abhängige Fließen wurden neu verlegt – doch der schadhafte Untergrund blieb. Jetzt, wo der Beckenkopf zu stark beschädigt ist, muss der Beton zunächst bis auf einen tragfähigen Untergrund abgetragen werden. Ein Wiederaufbau sei erst danach wieder möglich.
Auch die Betonplatten des Umlaufs bereiten den Verantwortlichen Probleme. Die Platten weisen Verformungen auf, nun dringt Wasser in dem Umlauf unter dem Becken. Dieses Schadensbild müsse zunächst jedoch noch genauer untersucht werden, um weitergehende Schädigungen auszuschließen, so die Sportwelt Dortmund.
„Sicherheit für Badegäste nicht länger gegeben“: Betreiber hoffen auf Wiedereröffnung 2025
Eine erste Einschätzung geht von einer längeren Dauer der Instandsetzungsmaßnahmen aus. Zunächst müssen die Schäden genauer analysiert werden, um festzustellen, in welchem Bereichen der Beton geschädigt ist. Auch die Ausschreibung und Vergabe eines Auftrags werde Zeit in Anspruch nehmen. Eine Wiedereröffnung zum Start der Freibadsaison sei deshalb auch unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit unmöglich.
„Es ist natürlich sehr ärgerlich, ein Freibad komplett über den Sommer geschlossen halten zu müssen, aber diese Reparaturmaßnahmen sind nun dringend notwendig und unabdingbar. Die Sicherheit, ohne eine Reparatur, wäre für die Badegäste nicht länger gegeben“, heißt es von Sonja Schöber, Sprecherin der Sportwelt Dortmund. „Wir hoffen im kommenden Jahr ein neues, komplett instand gesetztes Freibad wiedereröffnen zu können.“ Alternativ können sich Wasserratten auch an einem der vielen Badeseen in NRW austoben. (mg)
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