Zoropsis spinimana

Mann aus NRW von giftiger Nosferatu-Spinne gebissen: „Arm ist immer noch entzündet“

Ein Mann aus Köln warnt vor der Nosferatu-Spinne. Er sei von einem der Tiere gebissen worden. Noch Wochen später hat er starke Schmerzen. Aber wie wahrscheinlich ist das?

Hamm/Köln - Es ist der Albtraum vieler Menschen, aus dem Augenwinkel sieht man, wie ein haariges Monster mit bis zu sechs zentimeterlangen Beinen durch die Wohnung krabbelt. Die Rede ist von der Zoropsis spinimana: Seit einigen Jahren ist die Nosferatu-Spinne auch in NRW heimisch – und genau das ist jetzt einem Mann aus Köln (NRW) zum Verhängnis geworden.

Mann von giftiger Nosferatu-Spinne gebissen – auch Wochen später noch schmerzen

Eigentlich gilt die Nosferatu-Spinne zwar als giftig, jedoch für den Menschen ungefährlich. Fragt man den Kölner, sieht das anders aus. Er bekam in seinem Schlafzimmer den ungebetenen Besuch. Mit Folgen, denn die Spinne soll ihn gebissen haben. Durch den Biss habe sich dann sein Arm entzündet. Das berichtet er auf Facebook. „Ich wurde am 4. Juli in den Oberarm gebissen, hatte am 11. Juli die erste OP, am 16. Juli die zweite OP und ich bin froh, dass der Arm drangeblieben ist“, schreibt er in dem Beitrag. Auch jetzt – fünf Wochen nach dem Biss – sei sein Arm noch immer entzündet und ruhig gestellt.

Eine Nosferatu-Spinne sitzt auf einem Autodach.

„Ich kann nur raten, die Augen offenzuhalten und den Tieren mit dem nötigen Respekt zu begegnen. Denn ungefährlich ist da gar nichts!!!“, lautet sein Fazit.

Mann von giftiger Nosferatu-Spinne gebissen: „Gift kann ausgeprägte Beschwerden hervorrufen“

Aber kann so etwas wirklich passieren, immerhin wird ein Biss einer Nosferatu-Spinne eigentlich mit einem Wespenstich verglichen? Die Antwort von Primaria Dr. Elisabeth Modler, Leiterin der Zentralen Notfallambulanz im österreichischen Klinikum Wels-Grieskirchen: Ja. „Das Gift kann bei manchen Patienten ausgeprägte Beschwerden hervorrufen“, heißt es in einer Mitteilung vom Oktober 2023. Dann sind starke Schmerzen und das Anschwellen der Haut rund um den Biss möglich.

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Dass das passiert, sei aber mehr als selten. Zum einen, weil Nosferatu-Spinnen nicht aggressiv, sondern eher scheu seien, so die Medizinerin. „Üblicherweise beißen sie nur, wenn sie sich bedroht fühlen“, so Modler. Zum anderen sind allergische Reaktionen auf den Biss der Spinne wesentlich seltener als etwa auf Wespenstiche. „In der Regel verlaufen diese Spinnenbisse glimpflich, vereinzelt treten starke Lokalreaktionen, seltener noch allergische Reaktionen oder Infektionen auf.“

Wird man doch von einer Spinne gebissen und die Reaktion auf das Gift ist heftig, sollte umgehend ein Arzt kontaktiert werden. Wenn möglich, sollte die Spinne, durch die der Biss entstand, eingefangen und dem Arzt gezeigt werden. So kann der Biss bestmöglich behandelt werden.

Rubriklistenbild: © Robert Pfeifle/dpa

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