Ehrgeiziges Projekt
Aus diesem riesigen Bunker wird bald ein einzigartiges Wohnprojekt
Ein leerstehender Bunker in Gelsenkirchen soll zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut werden – die Firma Iproton investiert fünf Millionen Euro in das Projekt.
Gelsenkirchen – In Deutschland gibt es viele leerstehende Bunker. Einer davon soll nun einen neuen Zweck bekommen. Den Bunker im Stadtteil Bulmke-Hüllen in Gelsenkirchen (NRW) wird es in seiner jetzigen Form wohl nicht mehr lange geben: So soll der Koloss aus dem Zweiten Weltkrieg zu einem Mehrfamilienwohnhaus mit 29 Wohnungen umgebaut werden. Die Firma Iproton aus Waltrop, die sich auf die Transformation alter Immobilien spezialisiert hat, will diesen Plan in die Tat umsetzten. Ab Ende 2024 soll das Gebäude Menschen ein neues Zuhause bieten.
Umbauarbeiten am Bunker in Gelsenkirchen haben bereits begonnen
Eine Fachfirma ist bereits seit einiger Zeit dabei, Blöcke aus den Mauern des seit Jahren leerstehenden, fensterlosen Gebäudes herauszuschneiden, um dieses in ein lichtdurchflutetes Mehrfamilienhaus zu verwandeln. Dieses Vorhaben ist nicht gerade günstig: Der Investor Iproton steckt Fünf Millionen Euro in das ehrgeizige Projekt.
Die geplanten 29 Mietwohnungen in dem rund 2.400 Quadratmeter großen Gebäude zwischen Vandalen- und Dorotheenstraße sollen eine Wohnfläche zwischen 45 und 105 Quadratmetern haben – inklusive Balkon.
Mehrfamilienhaus soll umweltfreundlich und komfortabel werden
Aus dem Bunker soll ein „Hocheffizienzhaus mit einer energieautarken Heizung“ werden, wie Ipotron-Geschäftsführer Lucas Braecklein gegenüber wa.de sagt. Dabei sollen Photovoltaik-Anlagen den Strom, den das Haus benötigt, erzeugen. Zudem soll eine „hochinnovative Heizungsform“ zur Anwendung kommen, die durch Infrarotstrahlung für „den passgenauen Wohlfühl-Komfort“ sorgt. Passend zum Thema Nachhaltigkeit sollen der Mietergemeinschaft zwei Elektroautos und zwei Elektro-Lastenrädern zur Verfügung stehen. Zudem sollen das Dach und die Fassade des Gebäudes begrünt werden.
Für die zukünftigen Bewohner hat sich der Investor mehrere Besonderheiten einfallen lassen: Für ältere Bewohner ist ein Einkaufsservice und auf Wunsch ein Betreuungsservice geplant. Alle Mieter sollen zudem Zugang zu einer gemeinsam nutzbaren Dachterrasse, einem Gemeinschaftsraum und einer Gäste-Wohnung haben. (lc)
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