Schwerer Unfall
Geisterfahrer fährt auf A2 so lange, bis es zur Kollision kommt - Schwerverletzte
Ein Geisterfahrer hat am Sonntagabend auf der A2 in NRW und Niedersachsen einen schweren Unfall gebaut. Die Polizei hatte versucht, den Mann (68) zu stoppen.
Lauenau - Die Polizei hat am Sonntagabend (16. Januar) erfolglos auf der A2 in NRW und Niedersachsen versucht, einen Geisterfahrer zu stoppen. Die Fahrt endete erst, als es zu einem schweren Unfall kam. Vier Personen wurden schwer verletzt. Bereits zuvor hatte es mehrere Unfälle gegeben.
| Bundesautobahn | 2 (Kurzform: A2) |
| Länge | 473 Kilometer |
| Gebaut | 5. April 1936 |
Geisterfahrer fährt auf A2 so lange, bis es zur Kollision kommt - Schwerverletzte
Die Leitstellen der Kreispolizeibehörden Herford und Minden erhielten gegen 20.15 Uhr Kenntnis über den Geisterfahrer, heißt es in einem Bericht der Beamten. Ein 68-jähriger Mann aus dem Kreis Nordhorn (Niedersachsen) war mit seinem Auto auf der falschen Spur der A2 unterwegs - er befuhr die Richtungsfahrbahn Dortmund in Richtung Hannover. Die Zeugen meldeten der Polizei nicht nur den gefährlichen Falschfahrer, sondern mehrere Unfälle.
Ein Streifenwagen der Autobahnpolizei Bielefeld konnte das Fahrzeug auf dem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Rehren und Lauenau (Niedersachsen) feststellen. „Im Rahmen der Parallelfahrt auf der Richtungsfahrbahn Hannover wurde erfolglos versucht, mit dem Fahrzeugführer Kontakt aufzunehmen und diesen zum Anhalten zu bewegen“, so die Beamten.
Geisterfahrer auf A2: Mehr als 20 Minuten lang unterwegs
20 Minuten nachdem Zeugen den Falschfahrer gemeldet hatten, kam es schließlich zu einem schweren Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto aus Polen kommt. Der 68 Jahre alte Geisterfahrer und die drei Insassen den polnischen Autos wurden beim Unfall schwer verletzt, teilt die Polizei mit.
Geisterfahrer auf A2: Weitere Unfälle auf NRW-Gebiet
Die A2 war nach dem Unfall in Richtung Bielefeld bis rund 23.50 Uhr gesperrt. Allerdings war der schwere Zusammenstoß nicht der einzige Unfall, den der Geisterfahrer verursacht hat. Auf NRW-Gebiet kam es zuvor zu zwei glimpflich ausgegangenen Begegnungen.
Zwischen der Anschlussstelle Vlotho und dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen hatten zwei in Richtung Dortmund fahrende Autos Kontakt mit dem Auto des Falschfahrers. Ein Wagen, besetzt mit zwei Personen, wurde am Kotflügel gestreift. Einem weiteren Auto, besetzt mit einer Person, wurde der Außenspiegel abgefahren. Ein größeres Schadensereignis wurde durch Ausweichmanöver der Fahrzeugführer verhindert, so die Polizei, die weiter mitteilt: „Personenschäden waren hier glücklicherweise nicht zu verzeichnen“.
Geisterfahrer auf A2: Fahrer kollidiert nach Ausweichmanöver mit Schutzplanke
Zwischen den Anschlussstellen Porta und Veltheim konnte ein in Richtung Dortmund fahrender PKW-Führer durch Ausweichen einen Zusammenstoß verhindern. Hierbei kollidiert er mit der Mittelschutzplanke und konnte im Anschluss sein Fahrzeug auf dem Seitenstreifen zum Stillstand bringen. Auch bei diesem Unfall wurde kein Personenschaden verursacht. Der nicht unerhebliche Sachschaden kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht genau beziffert werden. Die Gründe für die Falschfahrt sind Gegenstand der Ermittlungen, so die Polizei.
Wenige Stunden zuvor war es bereits zu einem schweren Unfall auf der A2 gekommen: Zwischen Beckum und Hamm krachte ein Transporter in ein Auto, das auf dem mittleren Streifen liegen geblieben war.
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