Zwischen Eifel und Niederrhein

Geheime Gassen, alte Geschichten: Diese Altstädte in NRW sind wie ein Tag Urlaub

Toskana-Feeling mit Fachwerk: Hattingen im Sommer - die Tische sind bereit für Besucher.
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Toskana-Feeling mit Fachwerk: Hattingen im Sommer - die Tische sind bereit für Besucher.

Schiefer Fachwerk, Kopfsteinpflaster und ganz viel Geschichte – diese fünf Altstädte in Nordrhein-Westfalen fühlen sich an wie ein Tag Urlaub.

Abseits der Ballungsgebiete in Nordrhein warten kleine historische Altstädte, die Geschichten aus längst vergangenen Jahrhunderten erzählen. Wer durch ihre Gassen schlendert, stößt auf schiefe Fachwerkfassaden, alte Stadtmauern, verwinkelte Plätze und oft auch auf überraschend viel Ruhe. Ideal für alle, die dem Alltag für ein paar Stunden entkommen möchten – ohne lange Anreise, aber mit viel Atmosphäre, schreibt yeswe.koeln.

Zons – Mittelalter pur am Rhein

Zons ist eine der am besten erhaltenen Mittelalter-Städte in Deutschland.

Zons gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte im Rheinland. Die Altstadt mit Stadtmauer, Zollturm und Burg ist autofrei und wirkt wie eine Kulisse aus einem historischen Film. Kein Wunder, dass sie oft als „Rothenburg des Rheinlands“ bezeichnet wird. Die rund 5.400 Einwohner:innen große Ortschaft ist heute ein Stadtteil von Dormagen und liegt idyllisch am Rhein. Zons ist mit einer kleinen Autofähre mit Düsseldorf-Urdenbach verbunden – ideal für einen Ausflug mit Rad oder zu Fuß. Jährlich zieht der Ort über 700.000 Besucher an.

Hattingen – Fachwerk trifft Ruhrgebiet

Bei schönem Wetter ist die Hattinger Altstadt in der Regel gut besucht.

In Hattingen begegnen sich Romantik und Ruhrgebiet. Die hübsche Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern steht in spannendem Kontrast zur Industriekulisse der Region. Die frühere Heinrichshütte, heute ein Landschaftspark mit Museum, erzählt von der langen Industriegeschichte der Stadt. Bereits 990 wurde Hattingen erstmals urkundlich erwähnt – heute ist es ein beliebtes Ziel für Kultur- und Ruhrpottfans gleichermaßen.

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Monschau – Eifel-Idylle wie aus dem Bilderbuch

Eine Idylle in Fachwerk: Das Eifelstädtchen Monschau liegt an der Rur.

Versteckt im Tal der Rur liegt Monschau, ein Ort mit knapp 12.000 Einwohner:innen, der zu den bekanntesten Altstädten Nordrhein-Westfalens gehört. Die schiefergrauen Fassaden, das leise Plätschern der Rur und das Kopfsteinpflaster verleihen dem Ort einen fast märchenhaften Charakter. Zu den Highlights zählen die mittelalterliche Burg, das historische Rote Haus, die Senfmühle und der belebte Marktplatz mit vielen Cafés. Monschau ist zudem staatlich anerkannter Luftkurort.

Lemgo – Hanse trifft Hexengeschichte

Die beliebte Mittelstraße in der historischen Altstadt von Lemgo.

Lemgo im Kreis Lippe beeindruckt mit einer der schönsten Fachwerk-Altstädte in Ostwestfalen-Lippe. Die Stadt wurde 1190 gegründet und war einst ein bedeutendes Mitglied der Hanse. Neben prachtvollen Giebelhäusern und der Stadtmauer prägt auch die Geschichte der Hexenverfolgung den Ort: Noch heute erinnert ein Mahnmal daran. Lemgo war zudem bekannt für Leinenhandel, Wagenbau und Tabakverarbeitung. Heute leben hier rund 42.000 Menschen.

Mit besonderem Charme: Zehn märchenhafte Altstädte in NRW

Zu sehen ist das Historische Rathaus am Marktplatz in Lemgo in NRW.
Hier zu sehen: Das Museum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo
Zu sehen ist das Museum Junkerhaus in Lemgo.
Fachwerkhäuser so weit das Auge reicht: In der Altstadt Freudenberg reihen sie sich dicht an dicht aneinander.
Mit besonderem Charme: Zehn märchenhafte Altstädte in NRW

Tecklenburg – Westfälisches Kleinod mit Weitblick

Tecklenburg liegt südlich vom Osnabrück am Teutoburger Wald.

Tecklenburg liegt am Rand des Teutoburger Waldes und hat eine hervorragend erhaltene Altstadt mit Fachwerkhäusern, engen Gassen und kleinen Geschäften. Der Ort hat nur etwa 9.000 Einwohner, war aber historisch bedeutsam: Im Wasserschloss Haus Marck fanden 1643 die Vorverhandlungen zum Westfälischen Friedens statt. Der sogenannte „Hexenpfad“ erinnert an den Arzt Johann Weyer, der sich als Erster im 16. Jahrhundert gegen die Hexenverfolgung einsetzte – eine Geschichte, die in Tecklenburg bis heute präsent ist.

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