Zoo Wuppertal

Gefährdete Tierart bekommt im Zoo Nachwuchs – kurz davor stirbt der Vater

Manchmal liegen Freude und Trauer nah beieinander. In einem NRW-Zoo hat eine gefährdete Tierart Nachwuchs bekommen. Der Vater der Babys ist zuvor aber gestorben.

Wuppertal - Mit kleinen, unsicheren Schritten tapsen seit dem 1. Oktober im Grünen Zoo Wuppertal drei Küken durch das Gehege der Straußwachteln. Immer nah bei Mama, erkundet der Nachwuchs in diesen Tagen das Vogelhaus und die dazugehörige Außenvoliere. Die Freude bei den Mitarbeitern des Zoos in Wuppertal ist groß, immerhin sind Straußwachteln eine gefährdete Tierart. Dennoch schwingt bei diesem eigentlich so wundervollen Ereignis auch etwas Trauer mit.

Denn wie der Zoo auf Facebook mitteilt, muss die Straußwachtel-Mama ihre Küken alleine großziehen. Der Vater der Babys sei am 21. September „überraschend“ gestorben. Näher geht der Zoo auf die Umstände seines Todes nicht ein.

Gefährdete Tierart bekomm Nachwuchs in NRW-Zoo – kurz zuvor stirbt der Vater

„Männchen und Weibchen bauen gemeinsam ein Kuppelnest, das in eine Bodenmulde gescharrt und mit Laub zugedeckt wird. So ist die grün gefiederte Henne beim Brüten gut getarnt. Das Weibchen bebrütet die Eier alleine, während das Männchen das Nest bewacht“, heißt es weiter. 18 Tage später würden dann die Küken schlüpfen. Der Vater des Wuppertaler Trios hat die Geburt seines Nachwuchses nicht mehr miterlebt. Er starb zehn Tage bevor die Kleinen das Licht der Welt erblickten.

Tiger-Babys machen die Außenanlage im Zoo Münster unsicher

Tiger-Babys machen die Außenanlage im Zoo Münster unsicher und tollen umher.
Tiger-Babys machen die Außenanlage im Zoo Münster unsicher und tollen umher.
Tiger-Babys machen die Außenanlage im Zoo Münster unsicher und tollen umher.
Tiger-Babys machen die Außenanlage im Zoo Münster unsicher und tollen umher.
Tiger-Babys machen die Außenanlage im Zoo Münster unsicher

Die Mutter muss die Küken nun allein aufziehen. „Als Nestflüchter folgen sie rasch nach dem Schlupf ihren Eltern. In den ersten Lebenstagen nehmen die Küken das Futter aus dem Schnabel der Eltern auf. Später lernen die Jungen, die Nahrung selbständig vom Boden aufzupicken“, erklärt der Zoo. „Mit etwas Geduld sind die drei Küken zusammen mit ihrer Mutter in den Außenvolieren des Vogelhauses zu sehen.“

Straußwachteln

Straußwachteln gehören zur Familie der Fasanenartigen und besiedeln dichte Wälder und Bambushaine in Südostasien. Als überwiegend bodenlebende Vögel begeben sie sich nur zum Schlafen auf einen Baum. Ihre Nahrung besteht aus Sämereien, Früchten und Insekten. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sind die Bestände der Straußwachtel durch Lebensraumzerstörung stark rückläufig. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN wird die Art als „gefährdet“ eingestuft.

Quelle: Grüner Zoo Wuppertal

Im Grünen Zoo Wuppertal lebt der vermutlich weltweit älteste Affe seiner Art in menschlicher Obhut. Er wurde Ende 2023 60 Jahre alt.

Rubriklistenbild: © Grüner Zoo Wuppertal/Screenshot wa.de

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