Nächtliche Entdeckungen
Burgen, Sterne, Halden: Fünf Ausflugstipps für die Dunkelheit in NRW
Nachtwanderungen in Städten, Sterne gucken in der Eifel und Spaziergänge im Mondlicht: Bei Dunkelheit hat NRW einige Ausflugsziele zu bieten.
Hamm – Naturparks, Industriekultur oder Städtetrips: Nordrhein-Westfalen ist ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Doch nicht nur bei Tag bieten sich hier eine Vielzahl von Ausflugsmöglichkeiten. Auch bei Dunkelheit kommen Abenteurer auf ihre Kosten. wa.de hat einige Tipps für Ausflüge im Dunkeln gesammelt.
Sterne, Burgen, Halden – diese Orte in NRW sind bei Dunkelheit besonders schön
Als beliebter Fotopunkt auf der Liste von Profi- und Hobbyfotografen eignet sich das mitten im Wald gelegene Schloss Landsberg in Essen Kettwig, das mit seinem englischen Garten und der ehemaligen Badeanlage auch bei Dunkelheit ein besonderes Motiv für Kamerafans bietet. Die Anfahrt zum Schloss Landsberg erfolgt über die August-Thyssen-Straße in 45219 Essen-Kettwig.
Nachtwächterrundgang in Münster: Stadtgeschichte im Laternenschein
Wer die nächtliche Altstadt von Münster und das Brauchtum der Nachtwächter einmal näher kennenlernen will, hat dazu ganzjährig in einer Führung bei Laternenschein die Chance. Wöchentlich erzählt der Nachtwächter Geschichten über das Markttreiben in den Gassen zwischen Domburg und Stadtmauer, beschreibt das Leben reicher Kaufleute und die bischöfliche Macht in der ehemaligen Hansestadt.
Die Führungen finden für Einzelpersonen zwischen Januar und März wöchentlich samstags zwischen 20.30 und 22 Uhr statt. Von April bis Dezember starten die Führungen um 21.30 Uhr. Treffpunkt sind die Chillida-Bänke im Rathausinnenhof. Auch Gruppenführungen sind nach Vereinbarung möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme kostet zwischen 13 und 15 Euro pro Person.
Erinnerung an die Bergbauzeit: Geleucht auf der Halde Rheinpreußen
Sie ist bereits von weitem deutlich zu sehen. 74 Meter hoch thront sie auf der Halde Rheinpreußen in Moers, wird von 5.300 Schrauben zusammengehalten und ist mit ihren 122,6 Metern das weltweit größte Montankunstwerk: die strahlend rote Bergmannslampe mit dem Namen „Geleucht“. Das Kunstprojekt von Otto Piene wurde bereits Ende 2005 errichtet und gilt heute als Denkmal zur Erinnerung an die Zeit des Bergbaus in Deutschland.
Das Wahrzeichen ist nicht nur aufgrund seiner originellen Form ein echter Hingucker und Besuchermagnet. Von der zehn Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform der Lampe erstreckt sich ein 360 Grad Rundblick über die Landschaft am Niederrhein und eine beeindruckende Industriekulisse.
In den Abendstunden wird der Lichtturm in Rot angestrahlt. Die Beleuchtung ist täglich ab Beginn der Dunkelheit zu bestaunen. Von April bis Oktober leuchtet die Bergmannslampe bis 23 Uhr. Zwischen November und März bis 21 Uhr. Gästeführer Karl Brand bietet Tag- und Nachtwanderungen auf und rund um das Geleucht an. Parkplätze gibt es an der Gutenbergstraße. Auch vom Parkplatz Waldsee ist ein Aufstieg zur Halde möglich.
Ein Blick in den Himmel: Sternenpark in der Eifel
In dicht besiedelten Stadtgebieten bleibt den Menschen der Blick auf die Sterne oft verborgen. Aber: Astronomie-Fans aufgepasst. Eine Ausnahme bietet in NRW der Nationalpark Eifel, eines der wenigen Gebiete in Europa, in dem man die Milchstraße heute noch mit bloßem Auge erkennen kann. Das Schutzgebiet ist ein internationaler Sternenpark von der International Dark Sky Association, die sich für den Schutz der nächtlichen Dunkelheit vor städtischen Einflüssen einsetzt.
Außerhalb des Nationalparks führen ausgebildete Sternenguides durch die Eifler Nächte und geben die Geheimnisse des Sternenhimmels preis. Neben offenen Führungen, denen sich Interessierte spontan anschließen können, gibt es auch Führungen für Gruppen. An Beobachtungspunkten, sogenannten „SternenBlicken“, die unterschiedliche Themen der Astronomie behandeln, kann der beeindruckende Nachthimmel jedoch auch auf eigene Faust erkundet werden.
Spannende Mythen: Vollmondwanderung durch den Arnsberger Wald
Spannend bei Dunkelheit ist auch eine Vollmondwanderung. Diese werden immer wieder in verschiedenen Regionen angeboten, zum Beispiel im Naturpark Arnsberger Wald. Am Freitag, 23. Februar, lädt Naturparkführer Reinhold Krähling zu einer solchen Wanderung ein. Start ist um 19 Uhr am Parkplatz Hormecke in Warstein-Hirschberg am Ortsausgang in Richtung Oeventrop.
Die Wanderung dauert gut drei Stunden. Dabei erfahren Interessierte spannende Fakten, aber auch bekannte Mythen und Sagen rund um den Mond. „Wie ist er entstanden? Welchen Einfluss hat er auf die Erde? Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt?“ - Sind nur einige der Fragen, die während der Wanderung von Reinhold Krähling beantwortet werden.
Ob alte Gemäuer, verwunschene Seen oder ein Museum auf einem Bahnsteig: das Ruhrgebiet bietet vielfältige Ausflugsziele für einen Tagestrip. In Oberhausen gibt es einen stillgelegten Bahnsteig, der im Dunkeln leuchtet. Er soll an eine besondere Zeit erinnern und wird manchmal sogar als Kino genutzt
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