Die Polizei ermittelt
Feuer bei den Hells Angels: Kleinbus völlig zerstört
Gummersbach - Feuer bei den Hells Angels in Gummersbach! Die Feuerwehr konnte das Schlimmste verhindern.
Bei einem Feuer auf dem Clubgelände der Gummersbacher Hells Angels wurde am Sonntagabend unter anderem ein Kleinbus völlig zerstört. Auch Teile des Sichtschutzes und einer Überdachung aus Wellblech wurden stark beschädigt.
Aber: Die etwa 60 Einsatzkräfte mehrerer Einheiten der Feuerwehr konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Clubheim verhindern. Das gelang, obwohl das Auto recht nah am Gebäude stand.
Feuer bei den Hells Angels: Polizei ermittelt
Wie es zu dem Brand kommen konnte, muss nun die Polizei ermitteln. Das Gelände wurde beschlagnahmt, Anfang der Woche sollen Brandermittler die Arbeit aufnehmen. Nach Angaben der Feuerwehr fanden sich keine Hinweise auf eine offensichtliche Fremdeinwirkung. Indizien für einen technischen Defekt fanden sich allerdings auch nicht.
Das Gummersbacher Charter der Hells Angels ist bislang kaum polizeilich in Erscheinung getreten. Es gab vor etwa neun Jahren einmal einen Konflikt mit einer Gruppe der Bandidos. Hintergrund war laut einem Bericht der Kölnischen Rundschau eine fröhliche Veranstaltung, die ausgerechnet an dem Tag durchgeführt wurde, als die Bandidos in Gelsenkirchen ein getötetes Mitglied zu Grabe trugen. Der befürchtete Rockerkrieg blieb allerdings aus, nicht zuletzt durch eine starke Polizeipräsenz.
Hells Angels haben in Gummersbach einen guten Ruf
Obgleich sich die Mitglieder des aus den "Black Shadows" entstandenen Gruppe ihr Clubgelände mit blickdichten Zäunen und Stacheldraht abgeschottet haben, haben sie einen guten Ruf. Auch während des Feuerwehreinsatzes verhielten sie sich sehr kooperativ.
Dass im Laufe der Löscharbeiten eine Kellertür per Flex gewaltsam geöffnet werden musste, war keine polizeiliche Aktion zum Aufspüren von Waffenlagern. Vielmehr kam die Feuerwehr bei der Suche nach eventuellen Brandnestern nicht weiter, weil Schlösser durch das Feuer zerstört wurden.