Miese Betrugsmasche

Ferienhaus-Betrug: Besuch bei der Polizei statt Urlaub in Holland

Für einen Mann aus Hemer fiel der geplante Silvester-Urlaub in den Niederlanden ins Wasser – vermutlich aufgrund einer fiesen Betrugsmasche. Die Polizei ermittelt.

Hemer – Aus der Traum vom Urlaub am Meer: Nur einen Tag vor seinem geplanten Aufenthalt in den Niederlanden bekam ein Mann aus Hemer (NRW) unter dubiosen Umständen eine Absage der Vermieterin. Eigentlich wollte er dort Silvester verbringen. Am Dienstag, 2. Januar, erstattete er Strafanzeige bei der Polizei Hemer.

Als Grund für die Absage der Reise habe die Vermieterin des Ferienhauses eine versehentliche Doppelbuchung angegeben. Der bereits gezahlte Reisepreis sollte erstattet werden. Eine Rückzahlung blieb bisher jedoch aus. Wie die Polizei mitteilt, ist es zwar möglich, dass es zwischen den Feiertagen bei den Banken zu einer Verzögerung kommt – dass die Webseite des Ferienhauses plötzlich nicht mehr erreichbar ist, lasse jedoch auf eine typische Betrugsmasche schließen.

Ferienhaus-Betrug: Besuch bei der Polizei, statt Urlaub in Holland

Denn diese kommen – vor allem zur Urlaubszeit – vermehrt vor. Sollte sich bestätigen, dass es sich um einen Betrug handelt, hätte der Hemeraner sogar noch Glück gehabt: In anderen Fällen hätten Urlauber erst nach der Anreise festgestellt, dass es ihr ausgesuchtes Feriendomizil entweder gar nicht gibt oder das Haus gar nicht als Ferienhaus vermietet wird.

Dieselbe Methode werde ebenfalls bei der Vermietung von regulären und luxuriösen Wohnungen in Städten mit Wohnungsknappheit versucht, heißt es. Die angeblichen Vermieter fänden meist Ausreden, weshalb sie nicht persönlich für eine Besichtigung anreisen könnten. Stattdessen sollen die Interessenten gegen Zahlung einer Kaution einen Schlüssel zugeschickt bekommen. Der wird allerdings nie verschickt.

Vorsicht bei der Suche nach Ferienhäusern

Die Polizei warnt Mietinteressenten oder Urlauber davor, bei Zweifeln an der Seriosität keine Vorauszahlungen zu leisten und sehr vorsichtig zu sein. Über Ferienhaus-Vermittler zu buchen könne sich als gute Alternative herausstellen: Das Geld wird dann nämlich erst abgebucht, wenn der Mieter das Okay dazu gibt.

Ein aus der Hans-Prinzhorn-Klinik geflohener Patient hielt derweil am Samstag zuvor die Polizei Hemer auf Trab. Auf seiner Flucht verletzte er eine Frau und ein Kind durch Tritte.

Rubriklistenbild: © Frank Molter / dpa

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