Katzen
Kartons einfach vor Tür abgestellt – Tierheim in Aufregung: „wo ist das Schwesterchen?“
Im Tierheim Essen landen fast täglich abgegebene Tiere. Neuerdings werden dort Katzen einfach in Kartons ausgesetzt. Nun machten die Pfleger ihrem Ärger Luft.
Essen – Wieder eine traurige Tiergeschichte, wieder in Essen. Diesmal geht es um das Schicksal mehrerer Katzen. Diese wurden einfach in einem Karton vor der Tür des Tierheims abgestellt. Auf Facebook machte das Tierheim seinem Ärger Luft.
Katzen in Essen werden einfach im Karton vor dem Tierheim abgestellt
„Am Samstag hat dann hier der neue Trend begonnen, Karton vor die Türe, Zettelchen darauf und ab dafür …“, berichtet das Tierheim bei Facebook. In einem Karton wurden demnach kürzlich drei siamesische Katzen gefunden. Der Zettel auf dem Karton hatte laut Tierheim wenig Aussagekraft. „Uns interessiert dann doch, wie die Tiere heißen, das Alter und evtl. Besonderheiten“, so das Tierheim. Die Zahl der im Tierheim untergebrachten Katzen stieg mit den drei Siamesen bereits auf mehr als 160.
Am Sonntag (10. September) dann der nächste Fall: Wieder stand ein Karton vor der Tür. „Auch Loki wurde vor einer Türe abgestellt. Wir fragen uns nun, wo ist das Schwesterchen…“, heißt es im Post des Tierheims. Denn auf dem beigelegten Zettel hieß es, dass Loki eine Schwester mit dem Namen Hela habe und diese getrennt von ihr lebe.
Immer wieder werden Tieren in NRW anonym abgegeben oder ausgesetzt. Im März 2021 wurde in Düsseldorf in einer U-Bahn bereits ein Hamster in einem Karton ausgesetzt, wie 24RHEIN berichtet.
Tierheim: „Wir kommen an unsere Grenzen“
Für die Tierpfleger ist der Trend ein echtes Problem. „Wir alle kommen momentan an unsere Grenzen, nicht nur platztechnisch, sondern auch personell“, so das Tierheim. Auch die Aussagen mancher Tierbesitzer seien schockierend. So soll ein Anrufer bereits gesagt haben: „Wenn ihr jetzt nicht behilflich seid, dann ist es euer Problem und nicht mehr meines.“
Wichtiger Appell an die Tierbesitzer und ruft zu Futterspenden auf
Zum Ende des Posts wandte sich das Tierheim dann noch einmal direkt an Tierbesitzer, die sich nicht korrekt verhalten: „Leute, das ist echt nicht schön, Tierschützer so unter Druck zu setzen. Mehr als voll geht eben nicht, das gilt auch für Abgabewünsche aus dem Rest von NRW.“
Darüber hinaus baten die Tierpfleger die Facebookuser in zwei Dingen um Hilfe. So sollen sich Menschen, die eine der „Kartonkatzen“ erkennen, im Tierheim melden, um die Identität der Tiere klären zu können. Außerdem bat das Tierheim um Futterspenden: „Wir haben absolut kein Katzenfutter mehr. Knapp 170 hungrige Mäulchen bedanken sich schon einmal“, heißt es in dem Post. Einige Nutzer reagierten bereits und spendeten Futter. (jr)
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