IGA 2027
Stadtpark soll völlig neu gestaltet werden: Das sind die Pläne fürs Millionenprojekt
Im Zuge der IGA 2027 im Ruhrgebiet wird auch der Emscherpark in Essen komplett erneuert. Die Planer haben ein ganz bestimmtes Ziel im Sinn.
Essen – Der Emscherpark ist so etwas wie die grüne Lunge des Essener Nordens. Einst war hier eine triste Bauschuttdeponie, in den 1970ern entstand eine 20 Hektar große Grünfläche mit Wiesen und Bäumen in Essen-Karnap. Vor einigen Jahren noch gab es Verschönerungsansätze, die in die Jahre kommenden Wege wurden saniert. Jetzt will die Stadt den Park noch einmal von Grund auf ummodeln, Anlass ist die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 im Ruhrgebiet.
IGA 2027 im Ruhrgebiet: Emscherpark Essen wird komplett neu gestaltet
Im Rahmen des IGA-Projekts „Unsere Gärten“ sollen „vorhandene Gartenkunstschätze der Region wiederhergestellt, aufgewertet und weiterqualifiziert“ werden, heißt es bei der Stabsstelle der IGA 2027. Insgesamt nehmen 13 Städte an der Ausstellung teil. Tatsächlich hat das Ruhrgebiet eine Menge Grün zu bieten. Immerhin war Essen mit dem Grugapark oder der pittoresken Kettwiger Altstadt direkt an der Ruhr sogar „Grüne Hauptstadt Europas 2017“. Nur merkt man das der Region, die über viele Jahrzehnte von Kohleabbau und Stahlerzeugung geprägt war, nicht immer auf den ersten Blick an.
Die IGA soll das ändern. „Das Ziel: Die Region durch ein Netz aus Projekten zu verbinden, als grüner Werte- und Imageträger strahlen zu lassen und dem regionalen Freiraumnetz einen wesentlichen Entwicklungsschub geben“, so heißt es.
Nordsternpark und Emscherpark Schauplätze bei IGA 2027
Der größere Nachbar vom Emscherpark in Essen ist der Nordsternpark in Gelsenkirchen: Auch er wird erneuert und einer der Hauptschauplätze der IGA sein. Die Grünflächen gehen beinahe direkt ineinander über, zusammen könnten die Parks für viele Besucher wie eine einheitliche Landschaft wirken. Die IGA 2027 soll die Region langfristig verändern und die Parks für die Anwohner attraktiver machen.
So sind vor allem zahlreiche neue Sportmöglichkeiten im Emscherpark geplant. Dafür soll der Park im Westen an die Karnaper Straße angebunden werden, bislang teils ungenutzte Flächen werden dann neu gestaltet. Es soll ein Sandspielfeld für Beachvolleyball und Beachtennis geben, Klettermöglichkeiten und Fitnessgeräte. Außerdem soll die bestehende Skateanlage deutlich erweitert werden.
Stadt Essen investiert vier Millionen Euro
Im östlichen Teil, also tendenziell in Richtung Nordsternpark, ist ein Naturerlebnisbereich geplant, mit vielen verschiedenen Pflanzenarten und Tieren, die dort leben sollen. Auch prüft die Stadt, ob eine öffentliche Toilette gebaut wird – die sind in der Tat rar in Essen. Für Hunde soll es im Park künftig überdies eine eingezäunte Wiese geben, auf der die Vierbeiner frei laufen können.
Insgesamt vier Millionen Euro will die Stadt Essen in die Neugestaltung des Emscherparks investieren. (pen)
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