Ausflugsziel
Ein Stück Mittelalter mitten im Ruhrgebiet: Schloss Landsberg hat bewegende Geschichte
Das Schloss Landsberg bei Essen ist eines von vielen Schlössern im Ruhrtal – die ehemalige Befestigungsanlage hat im Laufe der Zeit schon zahlreiche Zwecke erfüllt.
Ratingen – Das Ruhrgebiet hat viele Burgen und Schlösser zu bieten. In einem ruhigen Waldstück zwischen Ratingen und Essen-Kettwig befindet sich das Schloss Landsberg. Zwar ist das Innere des Schlosses nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber aufgrund der traumhaften Lage ist es eines von vielen sehenswerten Ausflugszielen in NRW: Denn die schönen Gärten des Schlosses sind frei begehbar und bieten einen guten Ausgangspunkt für Wanderungen in die Umgebung.
Ebenfalls sehenswert und nur wenige Meter entfernt befindet sich zudem das Schloss Hugenpoet, das heute als Hotel und Restaurant genutzt wird.
Schloss Landsberg
► Adresse: August-Thyssen-Straße 1, 40885 Ratingen
► Öffnungszeiten: Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich. Der umliegende Park ist jedoch tagsüber für jeden geöffnet.
Die Geschichte von Schloss Landsberg: Befestigungsanlage, Kinderheim und Seminarstätte
Wer sich mit der Geschichte von Schloss Landsberg auseinandersetzt, trifft auf eine bewegte Vergangenheit. Das Gebäude wurde zwischen 1276 und 1289 im Auftrag von Graf Adolph V. von Berg erbaut – ursprünglich diente Schloss Landsberg als mittelalterliche Höhenburg zur Befestigung des Ruhrübergangs. Es blieb – mit einer Unterbrechung von 120 Jahren – bis zum Jahr 1903 im Besitz der Herren von Landsberg.
1903 erwarb der Großindustrielle August Thyssen das inzwischen stark verfallene Schloss mit dem dazugehörenden Wald. Dieser nutzte es nach tiefgreifender Umbaumaßnahmen bis zu seinem Tod im Jahre 1926 als Wohnort, aber auch als Ort für geschäftliche Besprechungen.
Das Schloss ist bis heute im Besitz der Thyssen-Krupp-Gruppe. Nach dem Tod von August Thyssen hatte es im Laufe der Zeit viele verschiedene Aufgaben – nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schloss Landsberg zunächst als Kinderheim genutzt, dann wurde es zur evangelischen Freizeit- und Begegnungsstätte. Heute wird das Gebäude nach erneuter Sanierung von 1989 bis 1992 als Tagungs- und Seminarstätte der Thyssen AG verwendet. (lc)
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