Verdi

Ruhrbahn-Streik: In Essen und Mülheim stehen Busse und Bahnen still

Bei der Ruhrbahn in Essen und Mülheim stehen Busse und Bahnen still. Am Dienstag, 14. Februar, wird die Ruhrbahn bestreikt.

Essen – Streik bei Bus und Bahn, auch bei der Ruhrbahn in Essen und Mülheim: Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb fordern mehr Lohn für Beschäftige im öffentlichen Dienst. Die erste Verhandlungsrunde am 24. Januar blieb erfolglos. Verdi-Chef Frank Werneke hatte angekündigt, dass in den nächsten Wochen Bürgerinnen und Bürger mit Protestaktionen von Beschäftigten rechnen müssen. Das passiert nun: Nachdem bei den Verkehrsbetrieben in Düsseldorf, Dortmund, Wuppertal und Remscheid bereits gestreikt wurde, ist jetzt Essen dran: Am Dienstag, 14. Februar, startet der Ruhrbahn-Streik in Essen und Mülheim.

Ruhrbahn-Streik in Essen am 14. Februar

Bahnen und Busse werden am Dienstag, 14. Februar, in Essen und Mülheim einen Tag lang stillstehen. Bereits im Vorfeld hatte ein Sprecher von Verdi Ruhr-West gegenüber wa.de deutlich gemacht: „Gerade im Bereich Nahverkehr und Kitas möchten wir die Menschen natürlich rechtzeitig informieren, sodass sie sich bestmöglich darauf einstellen können.“

Bei der Ruhrbahn hatte man schon letzte Woche mit dem 14. Februar als Streiktag gerechnet. Wie die Ruhrbahn am Montag (13. Februar) mitteilt, fallen alle Busse und Bahnen aus. „Die Ruhrbahn macht ihre Fahrgäste darauf aufmerksam, dass während der Arbeitskampfmaßnahmen leider keine Nahverkehrsdienstleistungen in Essen und Mülheim zur Verfügung stehen. Auch die Schulbusse und E-Wagen fahren nicht“, so das Unternehmen. Als Alternative empfiehlt die Ruhrbahn Fahrten mit Regional- und S-Bahnen. Diese fahren teilweise innerstädtische Bahnhöfe an „und können ausfallende Bus- und Bahnverbindungen eventuell ersetzen“, teilt die Ruhrbahn mit.

Streik in Essen – am Montag auch in drei Krankenhäusern

Bereits am Montag gab es einen Streik in drei Essener Krankenhäusern. Betroffen waren das Alfried-Krupp-Krankenhaus, die Ruhrlandklinik und die LVR-Klinik. Dort streikten Beschäftigte und zogen am Montag außerdem mit einem Demo-Zug durch die Stadt. Die Versorgung von Notfällen war laut Verdi-Angaben aber sichergestellt.

„Unsere Kolleg*innen gehen in Teilzeit, flüchten in die Zeitarbeit oder verlassen die Klinik gleich ganz. Ich finde es eine Frechheit, dass wir schon wieder gezwungen werden, in den Streik zu treten, obwohl wir uns jetzt seit drei Jahren anhören, dass Beschäftigte in der öffentlichen Daseinsvorsorge systemrelevant seien. Offenbar ist der Applaus der letzten drei Jahre verhallt und kommt jetzt als Klatsche zurück“, sagte Olaf Nuhnen, Betriebsratsvorsitzender und ver.di-Aktiver am Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen.

Streik bei Bus und Bahn in Essen: Darum geht es

Grund für die Warnstreiks im ÖPNV ist der aktuelle Tarifstreit im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft Verdi will für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent durchsetzen – mindestens aber ein Gehaltsplus von 500 Euro.

Nach einer ersten Verhandlungsrunde am 24. Januar in Potsdam gab es kein Ergebnis: Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite konnten sich nicht einigen. Verdi ruft jetzt zu Warnstreiks auf, auch um den Druck vor der zweiten Verhandlungsrunde am 22. und 23. Februar zu erhöhen. Gibt es dann wieder kein Ergebnis, kann es auch zu weiteren Streiks im öffentlichen Dienst kommen. Nicht nur der ÖPNV ist betroffen, in NRW-Städten werden auch zum Beispiel Bürgerbüros, Kitas oder die Entsorgungsbetriebe bestreikt. Derweil gibt es unabhängig davon auch bei der Post Warnstreiks. (bs/pen)

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare