Historische Erklärung

Woher hat der Grugapark eigentlich seinen Namen?

Der Grugapark in Essen zählt zu einem der größten Parks Deutschlands. Doch woher stammt der Name Gruga? Dahinter steckt ein historisches Ereignis.

Essen – Eine Oase mitten im Ruhrgebiet: Im Grugapark in Essen (NRW) können Besucherinnen und Besucher die Natur genießen und unzählige Pflanzenarten entdecken. Der Essener Grugapark ist ein beliebtes Ausflugsziel. Doch warum trägt der Park den Namen Gruga?

Grugapark in Essen
Lage: Essener Süden zwischen Stadtteilen Rüttenscheid, Holsterhausen und Magarethenhöhe
Größe: 70 Hektar
Öffnungszeiten: ganzjährig von 7:30 Uhr bis zum Sonnenuntergang
Eintrittspreise: Tageskarte Erwachsene 4 Euro, Kinder 1,20 Euro (6 bis 15 Jahre)

Grugapark Essen: Messe-Betreiber wollten mit einem neuen Park Besucher anlocken

Vor rund 100 Jahren trug der heutige Gruga-Komplex den Namen Stenshofgelände. Dieses Areal umfasste den heutigen Grugapark, die Grugahalle, das Grugabad sowie einst das Grugastadion. Ursprünglich gehörte ein Teil des heutigen Parks zur Abtei Werden

So sah der Grugapark Essen vor rund 100 Jahren aus

Grugapark Essen früher.
Grugapark Essen früher.
Grugapark Essen früher.
Grugapark Essen früher.
So sah der Grugapark Essen vor rund 100 Jahren aus

Um 1920 herum war das Stenshofgelände eine Brachfläche, die kaum genutzt wurde. Zu der damaligen Zeit entwickelte sich die Industrie im Ruhrgebiet rasch, während die Grünfläche immer weniger wurden. Aus diesem Grund wurde 1927 auf dem Stenshofgelände der heute bekannte botanische Garten mit einer Vielzahl an exotischen Pflanzen gebaut.

Zusätzlich hatten die Essener Messe-Betreiber die ehrgeizige Idee, mit einem Park mehr Besucherinnen und Besucher in die Messe zu locken. Dieser Park entstand im Rahmen einer Gartenschau, für die zwischen 1927 und 1929 zahlreiche Bäume gepflanzt, Terrassen gebaut und Teiche angelegt wurden.

Vor der Errichtung des Parks war dort eine Brachfläche mit dem Namen Stenshofgelände. (Archivbild)

1929 fand die Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung (GRUGA) statt

Der Grugapark in Essen

Heute dient der Grugapark in Essen als Park zur Erholung und als Spiel- und Sportstätte. Im Sommer veranstaltet der Park verschiedene Open-Air-Konzerte, Parkfeste mit Feuerwerk und Kinderfeste. Mit ungefähr 70 Hektar Fläche gehört der Park heute zu den größten in Deutschland.

Am 29. Juni 1929 wurde die Gartenschau mit dem Namen Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung eröffnet. Damit legte die Gartenschau den Grundstein für den Namen des Grugaparks: Gruga ist schlicht ein Akronym des Bandwurmnamens der Gartenschau. Auch im Jahr 1938 gab es eine Gartenschau, bei der der Grugapark von 25 auf 47 Hektar vergrößert wurde.

Der Essener Grugapark erhielt seinen Namen 1929 durch die erstmalig stattfindende Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung (GRUGA). (Archivbild)

Parkleuchten in Essen: So sieht die Lichtshow im Grugapark aus

Besucher stehen vor einer Lichtinstallation, die Figuren auf Halbmonden zeigt im Grugapark.
Installationen stehen beleuchtet auf einer Wiese im Grugapark.
Figuren auf einer Wiese im Grugapark in Essen.
Lichtinstallationen hängen von den Bäumen im Grugapark.
Parkleuchten in Essen: So sieht die Lichtshow im Grugapark aus

Grugapark Essen nach Zweitem Weltkrieg wieder aufgbeaut

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Gruga fast vollständig zerstört. Erst im Jahr 1949 wurde der Eingangsbereich des Parks und der Blumenhof wieder aufgebaut. Aufgrund der steigenden Besucherzahlen ließ die Stadt Essen den Grugapark ab 1951 wieder aufbauen. Ein Jahr später fand die zweite Große Ruhrländische Gartenbau-Austellung statt.

Im Sommer beginnt im Grugapark Essen wieder das Kirmes-Treiben: Am 14. Juli 2023 findet für eine Woche das Sommerfest mit Trödelmarkt und Feuerwerk an der Grugahalle. Darüber hinaus findet jedes Jahr das Parkleuchten im Grugapark statt. Dabei wird der Park in ein farbenfrohes Lichtermeer gehüllt: Zahlreiche Bäume werden angestrahlt und verschiedene Lichtinstallationen vorgestellt. (cj)

Rubriklistenbild: © Arkivi/ IMAGO

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare