Einkaufszentrum in Oberhausen
Rätsel um mysteriöses Geisterauto in Parkhaus – wem gehört es?
Seit geraumer Zeit steht im Parkhaus am Centro ein verdreckter Opel. Sogar eine Scheibe wurde eingeschlagen. Aber wer ist der Halter und wieso holt er das Auto nicht ab?
Oberhausen – Täglich rollen zahlreiche Autos durch das riesige Parkhaus am Centro Oberhausen. Immerhin bietet das Parkhaus P3 mit den Backsteinwänden und der hellen Betonverkleidung Platz für bis zu 2564 Fahrzeuge. Doch bereits seit geraumer Zeit ist ein Parkplatz dauerhaft besetzt – und zwar von einem regelrechten „Geisterauto“.
Mysteriöses Geisterauto im Centro-Parkhaus – Spinnenweben, Dreck und eingeschlagene Fenster
Der Opel Combo steht bereits seit einer gefühlten Ewigkeit auf dem Parkplatz zwischen Kino und dem leerstehenden Metronom-Theater, im Bereich L0 im Erdgeschoss, wie die WAZ berichtet. Wie lange genau, ist nicht bekannt. Aber es müssten bereits mehrere Wochen oder sogar Monate sein, denn der weiße Lack ist vor lauter Schmutz kaum noch zu sehen. Zahlreiche Centro-Besucherinnen und -Besucher haben Symbole, Namen und Liebesbotschaften in die Dreckschicht verewigt. „M + U“, „Alicja liebt M“ und „S04“ ist dort unter anderem zu lesen, so die WAZ weiter. Die Radkästen sind mit lauter Spinnenweben überzogen und sogar die Scheibe an der Fahrertür wurde offenbar eingeschlagen.
Wie lange steht das Fahrzeug bereits auf dem Parkplatz neben der hellblauen Säule, wem gehört es – und vor allem warum holt es niemand ab? All das ist aktuell unklar. Das Kennzeichen des mysteriösen Geisterautos sei bereits entfernt oder geklaut worden, so die Zeitung.
Geisterauto im Centro-Parkhaus: Wer ist der Halter und warum wird der Opel nicht abgeholt?
Auch das Center Management vom Einkaufszentrum Westfield Centro Oberhausen steht vor einem Rätsel. Der Fall sei bekannt und werde aktuell bearbeitet, erklärte Marcel Tibo, stellvertretender Centro-Manager, zuletzt der WAZ. Die Polizei in Oberhausen (NRW) verweist auf wa.de-Nachfrage lediglich an die Betreiber des Einkaufzentrums.
Einen Hinweis auf den Eigentümer oder die Eigentümerin des Geisterautos gibt es dann aber doch. Denn auf der hinteren Kennzeichen-Halterung ist zu lesen, dass das Auto bei einem Händler im niederländischen Almelo gekauft worden ist – 135 Kilometer von Oberhausen entfernt. Wie und warum es von dort nach Oberhausen gekommen ist, ist unklar.
Geisterauto im Centro-Parkhaus: Wie der Halter doch noch gefunden werden kann – und was ihm droht
Fest steht jedoch, das Geisterauto könnte für den Eigentümer oder die Eigentümerin noch teuer werden. Denn abgemeldete Autos in öffentlichen Parkhäusern oder auf Straßen abzustellen, ist verboten. Unter anderem droht ein Punkt in Flensburg. „Wird ein nicht zugelassenes Fahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt, kann dieses abgeschleppt und ein Bußgeld verhängt werden“, heißt es außerdem von Bußgeldkatalog.org. Die Abschleppkosten müssen ebenfalls vom ehemaligen Halter oder der ehemaligen Halterin übernommen werden. Allein das kostet mehrere Hundert Euro.
Dass der Halter oder die Halterin ermittelt werden können, sei dabei nicht so schwierig, obwohl die Kennzeichen entfernt wurden. Denn jedes Fahrzeug hat eine eigene Fahrzeug-Identifizierungsnummer – und damit ist es „eindeutig identifizierbar“, erklärt der ADAC. Die Nummer ist dabei gleich mehrfach im Fahrzeug eingraviert – unter anderem im Motorraum, aber auch an verschiedenen Blechteilen der Karosserie. So kann das Rätsel um das Geisterauto womöglich doch noch gelöst werden. (jw)
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