Weniger Energieverbrauch

Aquamagis hüllt Rutschen für Millionenbetrag ein: Erlebnis ändert sich bald drastisch

Mit den grünen Rutschenelementen wird die Black-Hole-Rutsche gedämmt. In den Zwischenraum zwischen alter und neuer Röhre wird ein Dämmmaterial eingeblasen.
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Mit den grünen Rutschenelementen wird die Black-Hole-Rutsche gedämmt. In den Zwischenraum zwischen alter und neuer Röhre wird ein Dämmmaterial eingeblasen.

Das Aquamagis in Plettenberg ist für seine Wasserrutschen bekannt. Einige davon werden jetzt mit Schalen umhüllt. Das hat Gründe. Und die Besucher können es bald spüren.

[update16.45] Plettenberg - Kleider machen Leute, heißt es so schön im Volksmund. Im Aquamagis in Plettenberg scheint das Motto derzeit aber eher zu lauten: Hüllen machen Rutschen. Denn in einer aufwendigen Aktion werden bis zum Jahresende vier Wasserrutschen des Schwimmbads in NRW nachträglich gedämmt. Die Besucher sollen sogar einen Unterschied beim Rutschen bemerken.

Aquamagis hüllt Rutschen ein: Erlebnis ändert sich bald drastisch

Dabei geht es bei der Einhüll-Aktion in erster Linie um den Klimaschutz. Die Arbeiten sind der nächste Schritt des Projekts „Aquamagis goes Green“. Bereits vor den Sommerferien 2023 wurde dieses Vorhaben mit dem Bau von Solar Carports auf dem Parkplatz des Schwimmbads begonnen. Durch diese soll 300.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt werden. Ein Ausgleich für den hohen Energieverbrauch des Aquamagis.

Der Verbrauch soll nun auch etwas reduziert werden, in dem einige der Wasserrutschen mit speziellen Schalen von außen gedämmt werden. Dadurch wird laut Aussage des Schwimmbads gewährleistet, dass sich das Wasser in den Rutschen auf dem Weg nach unten nicht so stark wie bisher abkühlt. „Dadurch können wir den Energieverbrauch signifikant senken“, heißt es in einem Facebook-Beitrag des Aquamagis.

Das Aquamagis Plettenberg spendiert einigen Rutschen nachträglich Dämmungsschalen.

Den Anfang der praktischen und sinnvollen Umgestaltung macht die Rutsche 2Fake Illusion, die dafür bekannt ist, die Besucher mit allerhand audiovisuellen Spielereien in die Irre zu führen. Bereits am 12. September sind die Außenschalen für die Röhrenrutsche am Schwimmbad eingetroffen.

Wasserrutschen im Aquamagis werden gedämmt: Besucher merken das

Auf der Freibadwiese lagern diverse grüne Rutschenelemente, mit denen die bislang schwarze Black-Hole-Rutsche ummantelt wird. „In den verbleibenden Zwischenraum wird dann ein spezielles Dämmmaterial eingeblasen“, sagt Badchef Dr. Uwe Allmann. Insgesamt vier Rutschen werden bis zum Jahresende gedämmt. Die gelbe Looping-Rutsche wird dabei komplett ausgetauscht und in exakt gleicher Form, aber mit zusätzlichen Lichteffekten und gedämmten Elementen wieder neu aufgebaut.

„Alles in allem kostet die Maßnahme eine Million Euro, doch davon werden 200 000 Euro gefördert“, sagt Allmann. Die gedämmten Rutschen sollen jährlich für eine Einsparung von einer Million Kilowattstunden Gas sorgen. „Das wären 100 000 Euro im Jahr“, so Allmann.

Kein Frieren mehr

Was gut für den Energieverbrauch ist, kann auch nicht schlecht für die Besucher sein. Die sollen die Änderungen an den Rutschen nämlich sogar zu spüren bekommen. „Auf dem Weg nach unten wird das Rutschenwasser nicht mehr so stark abkühlen wie bisher“, antwortet das Aquamagis auf die Frage eines Nutzers.
Vorbei sind also die Zeiten, in denen die Badegäste beim Rutschen frieren mussten. „Zusätzlich wird kühle Zugluft im Landebereich an kalten Tagen merklich reduziert, da die Kälte von außen nicht mehr durch die Röhre nach innen gelangen kann“.

Danach geht es atemberaubend steil hinab, bis man am Rande des Badgeländes in einem Auffangbecken landet. Eröffnet werden soll die spektakuläre Rutsche (Kostenpunkt 800 000 Euro) am 1. Juli 2024. Geöffnet haben soll die neue Rutschenattraktion in Zukunft von April bis Oktober.

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