Krankheit ist hochinfektiös

Dringender Appell aus NRW – es geht um „diese hoch ansteckende Tierseuche“

Eine „hoch ansteckende Tierseuche“ geht in NRW um. Erste Tiere erlagen bereits der Krankheit. In einem Waldgebiet wurde ein grausiger Fund entdeckt.

Hamm/Olpe – Im Nachbarland Hessen sieht man die Schilder auf jedem Wanderparkplatz und an jedem Rastplatz, in jedem Waldstück und an jedem beliebten Ausflugsziel: Vorsicht vor der Schweinepest. Auch in NRW geht diese „hochinfektiöse Krankheit“ um. Nicht nur für Wildschweine ist sie eine Gefahr, auch wenn diese im Westen mal wieder zu den ersten bekannten Todesopfern gehörten.

Fünf an der Afrikanischen Schweinepest verendete Wildschweine wurden bislang in NRW gefunden – alle im Sauerland im Kreis Olpe. Nun soll ein landesweites Monitoring starten. Das Land hat eine Bitte und will die Seuche eindämmen. Die Sorgen des Landwirtschaftsministeriums sind groß.

Die Auflagen für Schweinehalter, Jäger und Hundebesitzer sollen helfen, dass das Virus sich nicht weiter ausbreitet (Archivbild)

Afrikanische Schweinepest in NRW – Jäger in der Pflicht

Das Land ist dabei besonders auf die Hilfe von Jägern angewiesen. Diese, so heißt es aus dem zuständigen Ministerium, sollten Blutproben von toten Wildschweinen nehmen – sofern sie diese die Tiere selbst erlegt haben. Bei tot aufgefundenen Wildschweinen hingegen eine Tupferprobe. Für die Kosten der Tests würde das Land aufkommen. Alle Kreise und kreisfreien Städte stellen laut Ministerium das Material dafür zur Verfügung – und sie nehmen auch die Proben entgegen.

Wildschweine dürfen weiter bejagt werden

In Nordrhein-Westfalen ist die Bejagung des Schwarzwildes zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest ganzjährig erlaubt. Aktuell ausgenommen ist die Wild-Jagd laut Allgemeinverfügung innerhalb der ASP-infizierten Zone.

Ministerin Silke Gorißen (CDU) bat die Jäger und Jägerinnen laut Mitteilung: „Bitte beteiligen Sie sich an unserem ASP-Monitoring. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam diese hoch ansteckende Tierseuche bekämpfen.“ Gefährlich kann diese nämlich nicht nur für die Wildschweine werden, auch Hausschweine sind akut gefährdet. Gerade Hundehalter sollten daher ihre Vierbeiner – obwohl diese nicht gefährdet sind – in entsprechenden Gebieten aktuell besser anleinen, um einen Kontakt mit infizierten Tieren zu vermeiden. Die Hunde könnten die Krankheit ansonsten verschleppen und so zur Ausbreitung weiter beitragen. Etwas, das die NRW-Regierung unbedingt verhindern möchte.

Schweinepest im Sauerland: Monitoring soll helfen

Das Virus wurde bisher in NRW bei fünf frisch verendeten Wildschweinen festgestellt – ausschließlich im Sauerland. Gorißen hatte in Olpe gesagt: „Der Idealfall wäre, dass wir die Seuche hier eingegrenzt bekommen und auch ausmerzen können.“ Für Menschen und andere Tiere ist das Virus ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine verläuft eine Infektion jedoch fast immer tödlich. (maho/dpa)

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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