Trageverbot für Messer und gefährliche Gegenstände

Dortmunder Polizeipräsident ordnet Messertrageverbot an – für bestimmte Personen

Mehrere Streifenwagen der Polizei stehen nebeneinander.
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Für gewisse Personen gilt in Dortmund jetzt ein Messertrageverbot. (Symbolbild)

Der Dortmunder Polizeipräsident hat für einen bestimmten Personenkreis ein Messertrageverbot angeordnet. Zuletzt wurde ein Jugendlicher mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt.

Dortmund – Im Kampf gegen Messerkriminalität hat der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange ein Trageverbot der Waffen für einen bestimmten Personenkreis angeordnet. Dazu wurden über 400 Personen in Dortmund und Lünen identifiziert, die entweder als jugendliche Intensivtäter gelten oder in der Vergangenheit bereits ein Messer bei einer Straftat eingesetzt haben, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Bei zehn dieser Prüffälle seien die Verbote den Betroffenen bereits persönlich übermittelt worden. 108 Überprüfungen sind abgeschlossen, während weitere noch andauern.

Dortmunder Polizeipräsident ordnet Messertrageverbot an

Das Verbot, Messer und gefährliche Objekte wie Äxte, Beile, Baseballschläger oder Hämmer zu tragen, ist zunächst auf drei Jahre begrenzt. Wird eine betroffene Person dennoch mit einem Messer aufgegriffen, bekommt sie laut Mitteilung ein Zwangsgeld von 250 Euro, bei wiederholtem Verstoß sind es 500 Euro.

„Die Messer müssen von der Straße! Dass viele meinen, man müsse jetzt ein Messer wie sein Handy mit sich führen, führt in eine gefährliche Spirale. Das Trageverbot ist ein vielversprechender Baustein in unserem ganzheitlichen Ansatz mit Präsenz, Kontrolldruck und Ermittlungen im Hintergrund, um dem Problem der Gewaltkriminalität entschieden entgegenzutreten“, sagte Lange laut Mitteilung. Zuletzt wurde in Dortmund am 19. Mai ein 15-Jähriger bei einem Streit mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt. (dpa/mlu)

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