Dortmund
Frau erwartet Baby und wird von der Polizei mit Blaulicht zum Kreißsaal eskortiert
Ein Streifenteam der Dortmunder Polizei wird überraschend zum Geburtshelfer. Was als Verkehrskontrolle beginnt, endet im Kreißsaal.
Dortmund – In einer dramatischen Nachtaktion hat ein Streifenteam der Polizei in Dortmund ein Paar auf dem Weg zur Geburt ihres Kindes sicher ins Krankenhaus begleitet. Der werdende Vater war in der Nacht zum Mittwoch (22. November) mit eingeschaltetem Warnblinklicht und missachtetem Rotlicht durch die Dortmunder Innenstadt gefahren, und fiel dabei einem Streifenteam der Polizei auf.
Polizei lotst werdende Eltern mit Blaulicht zum Kreißsaal
Bei der Kontrolle stellten die Polizisten fest: Auf dem Beifahrersitz saß eine hochschwangere Frau, die ein Baby erwartete. Die Beamten reagierten sofort und lotsten das Paar mit eingeschaltetem Blaulicht sicher zum Klinikum Mitte. Parallel dazu wurde über die Feuerwehr die Ankunft im Krankenhaus angekündigt, um dortige Vorbereitungen zu treffen.
Nach der Ankunft im Krankenhaus wurde die Geburt unverzüglich eingeleitet. „Die Dortmunder Polizei wünscht der Familie Gesundheit und Glück für die Zukunft“, so ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen.
Wichtiger Appell von Polizei und Feuerwehr
Allerdings betonen Polizei und Feuerwehr in diesem Zusammenhang auch, dass es sich um einen Notfall handelt, wenn die Geburt unmittelbar bevorsteht, es also beispielsweise starke Wehen gibt oder bereits die Fruchtblase geplatzt ist. „Wählen Sie dann den Notruf 112. Der Rettungsdienst wird einen sicheren Transport gewährleisten“, erklärt die Polizei. Das Fahren unter Stress und das Missachten von Verkehrsregeln, um schnell ins Krankenhaus zu kommen, berge hingegen ein hohes Unfallrisiko und könne für alle Beteiligten gefährlich sein.
Der Vorfall in Dortmund erinnert an einen ähnlichen Fall in Paderborn im Juni 2022. Da fiel ein schnelles Auto der Polizei auf der A33 auf. Auch hier lag eine Frau auf dem Beifahrersitz in den Wehen und wurde per Polizeieskorte ins Krankenhaus gebracht. (bs/ots) Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung bearbeitet und vor der Veröffentlichung von Redakteur Benjamin Stroka sorgfältig geprüft.
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