Fußball
Risikoreiches Derby Bielefeld vs. Münster: Bundespolizei verstärkt Kräfte im Hbf
Im Westfalenpokal empfängt Arminia Bielefeld heute Preußen Münster. Reisende sollten mit Einschränkungen rechnen. Die Bundespolizei verstärkt im Hauptbahnhof die Kräfte.
Bielefeld – Das Halbfinale des Westfalenpokals steht am Samstag, 23. März, an und sorgt schon im Vorfeld der Partie (Anstoß: 14 Uhr) für einen größeren Polizeieinsatz. „Anlässlich des Halbfinales im Westfalenpokal zwischen Arminia Bielefeld und Preußen Münster ist die Bundespolizei am Samstag (23. März) mit verstärkten Kräften im Hauptbahnhof Bielefeld sowie auf der Bahnstrecke Münster - Bielefeld im Einsatz“, heißt es. Bahnreisende sollten daher mit Einschränkungen rechnen.
Polizei hofft auf ein friedliches Derby zwischen Bielefeld und Münster
Die Botschaft der Bundespolizei ist klar: Randale beim Derby wird nicht geduldet. Durch ihre verstärkte Präsenz „soll ein friedlicher und reibungsloser Ablauf gewährleistet werden“, heißt es. Ob ein martialischer Aufzug der Sicherheitsbehörden rund um den Hbf zu einer Deeskalation beiträgt, muss sich allerdings erst noch zeigen. Gut möglich, dass sich einzelne Störenfriede alleine durch die verstärkte Präsenz der Bundespolizei provoziert fühlen könnten.
Dabei gibt es zu diesem Derby eine Vorgeschichte. Im Januar waren die Bielefelder in Münster zu Gast und Arminia-Fans randalierten im Preußen-Stadion. „Einige Anhänger der Ostwestfalen, die im mit 1190 Zuschauern ausverkauften Gästebereich standen, sorgten für einen in großen Teilen zerstörten Toilettenbereich. Vier Waschbecken wurden aus den Wänden gerissen, dazu Toiletten demoliert, Wasserleitungen abgetreten und Spiegel zertrümmert. Zudem wurden Toiletten verstopft, später Klorollen und Gegenstände aus dem WC-Bereich auf das Spielfeld geworfen“, berichtete die MZ seinerzeit. Zuvor hatte es bereits massive Probleme beim Einlass gegeben.
Einschränkungen für Bahnreisende wegen Westfalenpokal-Derby
Die Bundespolizei rechnet derweil mit vielen Reisenden. „Das Derby stößt in beiden Fanlagern auf ein reges Interesse und es wird mit einer bahnseitigen Anreise von etwa 2500 bis 3000 Fans gerechnet. Hiervon etwa 1500 bin 2000 Fans von Preußen Münster“, heißt es. Das Problem: „Ein von der Bundespolizei angeregter Entlastungszug von Münster nach Bielefeld konnte durch die Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht umgesetzt werden.“
Durch den großen Andrang könnte es daher zu Problemen im Bahnverkehr kommen. „Die Regelzugverbindungen von Münster nach Bielefeld bieten nur begrenzte Kapazitäten und werden aufgrund des üblichen Wochenendverkehrs gut ausgelastet sein“, erklärt die Bundespolizei und rät „allen bahnreisenden Fans von Preußen Münster zu einer frühzeitigen Anreise oder zur Nutzung von anderen Verkehrsmitteln“. Shuttlebusse vom Hauptbahnhof Bielefeld zum Stadion stünden für die Gästefans ab 11 Uhr im Bereich „Neues Bahnhofsviertel“ bereit.
Wichtige Hinweise für Bahnreisende
Fans von Arminia Bielefeld aus dem Umland sollen zudem folgende Haltausfälle in der Hin- und Rückreisephase beachten:
- Hinreise: RE 6 von Hamm nach Bielefeld: Haltausfälle in Oelde und Gütersloh Hbf
- Rückreise: RE6 in Richtung Hamm: Haltausfälle in Gütersloh Hbf und Rheda-Wiedenbrück RB69 in Richtung Hamm: Haltausfälle in Rheda-Wiedenbrück
„Die Bundespolizei wünscht allen Fans eine sichere An- und Abreise und ein spannendes Derby“, heißt es abschließend.
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