Ein Versehen
Geparden in Tierpark ausgebrochen: Raubkatzen fressen Meerschweinchen
Wegen einer Unachtsamkeit standen zwei Geparden im Delbrücker Tierpark im falschen Gehege. Die Raubkatzen sind offenbar bei einem Training ausgebüxt.
Schöning - Zwei Geparden sind Ende Oktober im Tierpark Delbrück bei Paderborn (NRW) aus ihrem Gehege ausgebüxt. Offenbar handelte es sich um einen Trainingsunfall aufgrund einer Unachtsamkeit seitens des Zoo-Personals. Der kurze Spaziergang in Freiheit führte die Raubkatzen direkt ins Kleintier-Gehege – dort fiel ihnen ein Meerschweinchen zum Opfer.
Trainingsunfall im Tierpark: Geparden werden auf Transport vorbereitet
Nach Informationen von wa.de waren die beiden Geparden gerade bei dem sogenannten Kistentraining, als ihre Tierpflegerin einen Moment unachtsam war. Die Tiere sollten üben, vom Gehege in eine Box zu gehen – eine gängige Praxis, um die Tiere auf Transporte vorzubereiten.
Geparden gehören zu den gefährdeten Tierarten. Wie viele Tierparks versucht auch der in Delbrück mit der Zucht das Aussterben zu verhindern. „Geparden-Damen sind sehr wählerisch, deshalb müssen wir die Tiere viel transportieren“, sagt Tierpark-Chef Christoph Nadermann. Ziel der Zucht sei es, die Tiere am Ende wieder auszuwildern. In dem Übungsfall mit der Transportbox stand die Tür des Geheges wohl einen Spalt offen. Die Tiere sind durch den Spalt entwischt.
Ausgebüxte Geparden standen im falschen Gehege
Direkt neben dem Gehege der Geparden ist das der Hamster und Meerschweinchen. Darin sind die beiden Geparden gelandet. Dem Vernehmen nach waren nicht nur die großen Katzen über die Situation irritiert, sondern auch die Besucher, die schon im Park waren.
Das Gehege der Meerschweinchen ist nämlich mit einem kleintierfreundlichen, also sehr niedrigen Zaun gesichert. Besucher reagierten Medienberichten zufolge verängstigt und machten Fotos.
Geparden frei im Tierpark: Keine Gefahr für Besucher
Drei Tierpfleger reagierten offenbar sofort: Sie hätten laut Tierpark-Chef dafür gesorgt, dass die Tiere zurück in die richtige Richtung laufen. „Das sind trainierte Geparden, die in einer Umgebung, die sie nicht kennen, Angst haben. Durch ihren Fluchtreflex wollen die immer in die Umgebung zurück, in der sie sich wohlfühlen“, erklärt Nadermann.
Er stellt im wa.de-Gespräch klar: „Es gab zu keiner Zeit eine Gefahr für den Menschen“. Die Geparden seien letztendlich gerade mal fünf Minuten in dem fremden Gehege gewesen. Ein Meerschweinchen sei einer der Raubkatzen zum Opfer gefallen, ansonsten sei kein Tier oder Mensch zu Schaden gekommen.
Im September ist außerdem ein Känguru im Kreis Minden-Lübbecke von einem Privatzüchter entlaufen. Bereits vor einigen Jahren ist in Wuppertal ein Schneeleopard ausgebüxt.
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