NRW-Großstadt

Corona-Tests ab Juli: In Münster bleiben sie für alle kostenlos

Ab Juli 2022 ist Schluss mit kostenlosen Corona-Tests. Wer nicht bestimmte Bedingungen erfüllt, muss 3 Euro zahlen. Die NRW-Großstadt Münster macht da nicht mit.

Münster - Ab Juli 2022 ist Schluss mit den kostenlosen Corona-Tests. Künftig muss bundesweit jeder 3 Euro bezahlen, wer einen offiziellen Bürgertest in Anspruch nimmt. Jeder? Nein. Eine Stadt in Nordrhein-Westfalen regelt es anders. An acht Stellen in Münster können sich Menschen aus Personengruppen, die nicht unter die Ausnahmeregelung fallen, auch im kommenden Monat weiterhin kostenlos testen lassen.

StadtMünster
Fläche302,9 km²
Bevölkerung314.319 (2019)

Corona-Tests: In Münster (NRW) bleiben sie für alle kostenlos

„Wir verzichten im Juli auf den Eigenanteil von 3 Euro, um allen Bürgern während der aktuellen Sommerwelle weiterhin die Möglichkeit zu geben, sich so verantwortungsvoll wie möglich verhalten zu können“, teilte eine Sprecherin der Betreiber am Mittwoch (29. Juni) in Münster mit.

Die neue Corona-Testverordnung, die kostenlose Tests deutlich einschränkt, wurde am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht. Sie tritt am Donnerstag in Kraft. Für bestimmte Personengruppen sollten die Tests aber künftig kostenfrei bleiben, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im Landtag, nachdem er mit den anderen Ministerinnen und Ministern des neuen NRW-Kabinetts von Ministerpräsident Hendrik Wüst vereidigt worden war.

So sollten die Tests etwa für Besucher von Krankenhäusern, Pflegeheimen oder zum Schutz von vorerkrankten Menschen weiter voll vom Staat finanziert werden. Auch das Freitesten nach der Isolation infolge einer Corona-Infektion solle kostenlos bleiben, so Laumann. Eine Kostenbeteiligung von 3 Euro sei jedoch zumutbar etwa bei Tests vor dem Besuch von großen Veranstaltungen. 

NRW-Minister Laumann findet 3 Euro für Corona-Test zumutbar

In Münster müssen auch Menschen, für die von Donnerstag an eine Eigenbeteiligung vorgesehen ist, nichts zahlen. Diese Gruppe habe bislang etwa 60 Prozent unter den Getesteten in den acht Teststellen in Münster ausgemacht, teilte die Sprecherin mit.

Für Tests habe man bislang 11,50 Euro abrechnen können, wobei noch ein Anteil an die Kassenärztliche Vereinigung gegangen sei. Bei Tests von Personen, die nun 3 Euro beisteuern müssen, könne man künftig wohl nur noch 6,50 Euro abrechnen. Dazu kommt für die Betreiber eigentlich noch der Eigenanteil von 3 Euro - auf den in Münster aber verzichtet werden soll.

Affenpocken: Hautausschlag ähnelt dem der Windpocken

Derzeit werden weltweit Fälle von Affenpocken nachgewiesen. Diese elektronenmikroskopische Aufnahme aus dem Jahr 2003  zeigt reife, ovale Affenpockenviren (l.) und kugelförmige unreife Virionen (r.), die aus einer menschlichen Hautprobe im Zusammenhang mit dem Präriehundeausbruch von 2003 stammt.
Dieses Bild aus dem Jahr 1997 zeigt die Rückenflächen der Hände eines Affenpocken-Patienten, der den charakteristischen Ausschlag in der Erholungsphase hatte.
Dieses vom CDC zur Verfügung gestellte Bild aus dem Jahr 1997 zeigt den rechten Arm und den Oberkörper eines Patienten, dessen Haut eine Reihe von Läsionen aufwies, die auf einen aktiven Fall von Affenpocken zurückzuführen waren.
Dieses Bild aus dem Jahr 1997 entstand während einer Untersuchung eines Affenpockenausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Es zeigt die Handflächen eines Affenpockenpatienten.
Affenpocken: Hautausschlag ähnelt dem der Windpocken

Die Zahl der Tests sei ohnehin rückläufig, teilte die Sprecherin mit - und man gehe davon aus, dass sie noch weiter sinken. Wie es mit Corona und den Corona-Tests im Herbst weitergeht, steht angesichts der weiteren Verbreitung der Omikron-Variante BA.5 in Deutschland in den Sternen.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

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