Ganz nah am Ballungsraum

Burgen, Fachwerk und Wald: NRW-Stadt ist Wander- und Foto-Hotspot

Ein Ort mitten im Ruhrgebiet lässt Wanderherzen höher schlagen. Hier treffen gleich mehrere Burgen, malerische Fachwerkhäuser, Wald und Hügel aufeinander.

Schon die Innenstadt allein ist einen Ausflug wert. In der Altstadt von Hattingen stehen mittelalterliche Fachwerkhäuser dicht an dicht, schmale Gässchen, ausgetretene Treppchen und steinerne Torbögen führen hindurch. Ein idyllischer Foto-Hotspot und eine kleine Flucht aus dem stressigen Alltag voll schlechter Nachrichten.

Ein Sonnenaufgang hinter der Burg Isenberg über dem Ruhrtal in Hattingen: Die Stadt lässt Wanderherzen höher schlagen.

Doch wer mag, kann einen Kurztrip nach Hattingen auch zum Wander-Highlight machen. Denn im und um den Ort an der Ruhr liegen gleich drei Burgen: das Haus Kemnade, die Burg Blankenstein mit dem dazugehörigen Stadtteil und die Burg Isenberg, auch Isenburg genannt. Wer besonders gut zu Fuß ist, kann alle Burgen zu Fuß miteinander verbinden, ansonsten hilft der Bus.

Burgen, Fachwerk und waldige Hügel: Hattingen ist ein Wanderparadies

Startpunkt könnte etwa das Haus Kemnade sein. Die Wasserburg stammt aus dem Mittelalter. Im 12. Jahrhundert wurde sie erstmals erwähnt, mittlerweile gehört sie der Stadt Bochum und beherbergt ein A-la-Carte-Restaurant. Von hier aus führt ein Pfad durch den Wald zur Burg Blankenstein. Leicht erhöht über der Ruhr geht es auf dem schmalen, teils leicht steilen Wanderweg in den gleichnamigen Stadtteil Hattingens.

Auf Burg Blankenstein lädt der Turm ein, die Aussicht über das Ruhrtal und die Fachwerkhäuser rund um die Burg zu genießen. Ganz geöffnet ist der Turm nur im Sommer, eine Plattform weiter unten lohnt sich aber auch schon. Die ebenfalls mittelalterliche Burg wurde Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut. Auch hier gibt es ein Restaurant, in dem zum Beispiel stilechte Ritteressen angeboten werden.

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Zu sehen ist der Aussichtspunkt an den Externsteinen im Teutoburger Wald.
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Zu sehen ist das Herrmannsdenkmal bei Detmold im Teutoburger Wald.
Zu sehen ist die Landschaft rund ums Herrmannsdenkmal bei Detmold im Teutoburger Wald.
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Weiter führt ein Rad- und Fußweg entlang der Ruhr. Am Stadtteil Welper vorbei geht es in die mittelalterlich-idyllische Altstadt Hattingens. Malerisch liegen hier die alten, schiefen Fachwerkhäuser dicht an dicht, stützen sich aufeinander ab, schmale, ausgetretene Treppenstufen und Gässchen führen hindurch. Ein wunderschöner Fotospot und ein Stück Vergangenheit, nicht weit vom industriellen Part des Ballungsraums Ruhrgebiet entfernt.

Wer hier weiterhin nicht genug hat, den bringen die eigenen Füße oder der Bus wieder hinaus aus der Stadt. Kurz hinter dem anderen Ende Hattingens, dort, wo die waldigen Hügel beginnen, liegt die Isenburg. Nur 25 Jahre stand die mittelalterliche Höhenburg, doch die Ruinen beeindrucken noch heute. Eine große Wiese mit steinernen Überresten vor dem Bergfried lädt zur Rast ein. Mit etwas Glück lassen sich weit unten die Wasserbüffel an der Ruhr beobachten.

In der idyllischen Altstadt Hattingens stehen malerische Fachwerkhäuser dicht an dicht.

Von der Bushaltestelle Hattingen Isenberg fahren Busse wieder ins Stadtzentrum, von da aus wiederum zum Haus Kemnade oder gleich bis zum Bochumer Hauptbahnhof. Wer mag, kann vorher noch mal die heißgewanderten Füße ins Wasser der Ruhr halten. Richtig zu baden wäre hingegen zu gefährlich – und den meisten wohl auch noch etwas zu kalt.

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Funke Foto Services

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